Rheinberg: Erleichterung: Deutsch ist weg
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 08.04.2008Rheinberg (RPO). 70 Schüler und Schülerinnen des Rheinberger Amplonius-Gymnasiums haben gestern die erste Abi-Klausur dieses Jahres geschrieben. Die meisten hatten nach fast fünf Stunden Prüfung ein gutes Gefühl.
Gestern, 13.45 Uhr, vor dem Forum des Rheinberger Amplonius-Gymnasiums. Die erste Abitur-Klausur im zweiten Zentralabiturjahr ist vorbei. Deutsch-Leistungs- und Grundkurs waren an der Reihe. Für Rebecca Roßkothen ist es nicht so gelaufen, wie sie es sich erhofft hatte. „Ich hatte mich auf den ,Vorleser’ von Bernhard Schlink eingestellt, aber der kam leider nicht dran“, erzählte die 19-Jährige gestern. „Da habe ich ,Emilia Galotti’ genommen. Aber – na ja. Mal abwarten.“ Ruth Pontkees (19) aus Alpen und David Nieendick (er wird heute 19) hatten mehr Glück: „Die Themen entsprachen exakt dem, was ich vorbereitet hatte“, so der Abiturient. Die 19-Jährige bestätigt das: „Für mich ist es gut gelaufen.“
Intern und extern
Die Deutsch-Klausuren der Leistungskurs-Schüler werden intern benotet, getrennt von den beiden Leistungskursleitern.
Die Grundkurs-Klausuren werden extern von Lehrern einer anderen Schule bewertet.
Morgen geht es mit Englisch weiter.
Übungen: www.learnline.de
Die Panik war nicht so groß
70 Amplonianer – 40 aus den beiden Leistungskursen von Alexander Winzen und Petra Brück-van Hauten und 30 aus den Grundkursen von Ingrid Stolpmann, Susanne Wilckens und Thorsten Braun – nahmen gestern die erste Hürde zum Abitur. 23 weitere haben Deutsch noch als viertes Fach (mündlich) vor sich.
Auch Petra Brück-van Hauten, die stellvertretende Schulleiterin, war gespannt auf die Prüfungen. „Ich habe den Eindruck, dass es gut gelaufen ist“, sagte sie gestern auf RP-Anfrage. „Die Schüler waren sehr ruhig, die Panik war nicht so groß wie im vergangenen Jahr. Da haben sich alle gefragt: Was kommt da auf mich zu?“
Das Procedere ist folgendermaßen: Das Gymnasium bekommt die Themen für die einzelnen Fächer vorgegeben. „Diese Vorgaben werden dann in der Fachkonferenz der Schule besprochen, dann wird eine verbindliche Abfolge festgelegt“, so Petra Brück-van Hauten. „In diesem Rahmen können die Fachlehrer eigene Akzente setzen.“
Vier Themen standen zur Wahl
Welche Themen standen nun zur Wahl? Die Leistungskurs-Teilnehmer mussten sich entscheiden zwischen der Dramatheorie Lessings am Beispiel Emilia Galottis, einem Vergleich zwischen einem Barockgedicht und einem aus dem Jahre 1934, einer Gegenüberstellung des Robert-Walser-Textes „Der Nachen“ mit Fontanes Erzählung „Irrungen und Wirrungen“ sowie einer medienpolitischen Analyse mit der Frage „Bleibt das Fernsehen auch in der Zukunft das Leitmedium?“ Nichts für Unbelesene also.
Viereinviertelstunde Zeit zum Schreiben hatten die Abiturienten – plus einer halben Stunde für die Themenauswahl. Im Grundkurs waren es drei Stunden plus 30 Minuten. Gefehlt hat kein Schüler. Nun hoffen alle 70 auf eine gute Note. Bis zum 26. Mai liegen die Ergebnisse dem Schulleiter vor. Am 3. Juni werden die Abiturienten erfahren, wie sie abgeschnitten haben.
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