Rheinberg: Es darf gelesen werden!
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 05.05.2008Rheinberg (RPO). Die Jahresberichte der Rheinberger Stadtbibliothek und der drei ehrenamtlich geführten Büchereien in Borth, Orsoy und Ossenberg weisen überwiegend erfreulich erfolgreiche Bilanzen aus.
Für die Vertreter der politischen Parteien gab es im Rheinberger Schul- und Sportausschuss kein Vertun: Sie zeigten sich sehr zufrieden mit dem, was die Stadtbücherei, aber auch die Vereins-Bücherei LeseLust in Orsoy, die katholische öffentliche Bücherei St. Evermarus Borth und die Evangelische Bücherei Borth-Wallach-Ossenberg in Ossenberg an Zahlen vorlegten. „Die Ausleihe ist sehr effizient“, sagte etwa Wolfgang Fillers von der CDU. Und Klaus Bechstein (SPD) meinte: „Wir haben in Rheinberg eine gute Ergänzung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Büchereien.“
Fast 50 000 Medien
In der Stadtbücherei etwa sind die Ausleihzahlen insgesamt im Jahre 2007 gegenüber 2006 von 158 300 auf 175 942 gestiegen. 2005 lagen sie allerdings bei 180 345 – möglicherweise spielt da der Umbau des ehemaligen Konvikts eine Rolle. Der Medienstand nähert sich der Marke 50 000 – am 31. Dezember 2007 waren es 49 097 und damit fast tausend mehr als im Jahr zuvor.
Fristen und Gebühren
Für die Rheinberger Stadtbücherei an der Lützenhofstraße gilt künftig eine neue Benutzerordnung.
Verändert haben sich die Gebühren. Die neue Jahresgebühr liegt nun bei fünf Euro pro Person, der Familientarif (Erziehungsberechtigte und deren Kinder bis 18 Jahre) kostet zehn Euro.
Neu sind auch die Ausleihfristen: Bücher (in der Regel) vier Wochen, Zeitschriften, CD, Kassetten CD-ROM, Spiele und DVD zu Sachthemen zwei Wochen, DVD-Spielfilme eine Woche.
In ihrem Jahresbericht hob Büchereileiterin Gabriele Gratz-Stötzer auch die Zusammenarbeit mit Schulen (beispielsweise wurden bestehende Kooperationen mit dem Amplonius-Gymnasium und der Grote-Gert-Grundschule fortgesetzt) und Veranstaltungen (Autorenlesungen, Lange Nacht der Bibliotheken etc.) hervor.
Der Medienbestand der Orsoyer LeseLust-Bücherei liegt derzeit bei 3382. „Im Jahr 2007 hatten wir insgesamt 5031 Ausleihen, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet“, schrieb der Vorstand des Vereins, der pro Jahr mit 4400 Euro von der Stadt unterstützt wird und der naturgemäß sehr eng mit der Orsoyer Grundschule zusammenarbeitet.
850 Euro pro Jahr Unterstützung erhält die St.-Evermarus-Bücherei, die seit 54 Jahren von Annemarie Testroet geleitet wird. 6949 Medien zählten die Mitarbeiter Ende des vergangenen Jahres. Die 484 registrierten Nutzer brachten es auf 7626 Ausleihen (tausend weniger als 2006). Die Zahl der Besucher lag noch höher: 3079 Gäste konnten die 13 ehrenamtlichen Helferinnen begrüßen. Der Lesewettbewerb mit der Grundschule in Wallach wurde wiederum mit Unterstützung der Borther Bücherei durchgeführt.
Die kleinste Bücherei
Die kleinste aller Rheinberger Büchereien ist die in Ossenberg. Deshalb bekommt sie auch den schmalsten Zuschuss der Stadt: 450 Euro. Der Medienbestand lag Ende 2007 bei 3108 (rund 100 mehr als 2006). Hingegen registrierten Heidi und Heinz-Jürgen Lenz als ehrenamtliches Bücherei-Team 2006 knapp 300 Ausleihen weniger als 2007: Die Zahl sank von 2522 auf 2229. Das Ehepaar Lenz war im vergangenen Jahr 147 Stunden für die Leser da.
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