Rheinberg: Führung mit der Edeldame
zuletzt aktualisiert: 15.05.2008Rheinberg (RPO). Rheinberg hat seit 775 Jahren Stadtrechte – das nehmen die Rheinberger Stadtführer Edeltraud Hackstein, Gertrud Aryus, Christa Hoppe und Werner Kehrmann zum Anlass für eine besondere Aktion: Am nächsten Sonntag, 18. Mai, bieten sie Stadtführungen in historischen Kostümen an. Die RP sprach mit Edeltraud Hackstein vom Rheinberger Heimatverein.
In welcher Kostümierung wird man Sie am 18. Mai erleben?
Edeltraud Hackstein Ich habe mir das Kleid einer spanischen Edeldame aus dem 17. Jahrhundert nähen lassen. Christa Hoppe ist als Bürgerin, Gertrud Aryus in einer Grafschafter Tracht und Werner Kehrmann als preußischer Husar unterwegs. Christa Hoppe und ich werden von Sennur Duran vom Friseursalon SeitenScheitel an der Orsoyer Straße frisiert. Sie unterstützt uns ganz hervorragend. Die anderen beiden Stadtführer tragen Kopfbedeckungen.
Wann gibt es welche Führungen?
Hackstein Ab 14.15 Uhr werden Führungen im Vierstundenrhythmus angeboten. Treffpunkt ist auf dem Marktplatz. Man muss sich für die Führungen an diesem Tag nicht anmelden und sie kosten auch nichts. Das Besondere ist, dass wir verkürzte, einstündige Führungen durch die Innenstadt anbieten. Deshalb ist die Alte Kellnerei das einzige historische Gebäude, das wir uns auch von innen anschauen.
Wird man die Stadtführer jetzt häufiger in historischen Kostümen erleben können?
Hackstein Nein, das ist nicht geplant. Wenn, dann schlüpfen wir vielleicht zu einem besonderen Anlass in die Kostüme. Wir wollten jetzt zu diesem Jubiläum eine Besonderheit anbieten. Und diese Idee setzten wir nun um.
Der Andrang am Sonntag dürfte groß sein. Wie stellen Sie sich darauf ein?
Hackstein Wir rechnen damit, dass jeder von uns drei Führungen macht. Gegebenenfalls machen wir auch mehr. Für mich persönlich sind das normale Führungen. Ich habe alle Zahlen und Fakten im Kopf. Wir hoffen , dass man den einen oder anderen Teilnehmer im Laufe des Jahres auch mal bei einer Zwei-Stunden-Tour wiedersieht. Ich bin der Meinung, die Menschen sollten sich viel intensiver mit der Geschichte ihrer Stadt befassen.
Uwe Plien führte das Gespräch.
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