Rheinberg: Harmonie und Diapason wollen Partner werden
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 02.04.2011Rheinberg (RPO). Wolfgang Meschnig ist noch nie in Montreuil-sur-mer, Rheinbergs Partnerstadt im Nordwesten Frankreichs, gewesen.
Er spricht auch kein Französisch: "Ich bin Jahrgang 1945, wir haben in der Schule ja nicht mal Englisch gelernt", erzählt der Vorsitzende des traditionsreichen Männer- und Frauenchors Harmonie Rheinberg. Dennoch hat Meschnig ebenso wie die meisten der 60 Harmonie-Sänger und -Sängerinnen eine Vision: "Wir möchten eine Partnerschaft mit einem Chor aus Montreuil aufbauen", so der Vorsitzende. "Und wir sind guter Hoffnung, dass wir das hinbekommen." Mit der Aktion möchte man der Städtepartnerschaft einen weiteren kulturellen Impuls geben.
Der Anfang ist bereits gemacht. Nächste Woche – am Samstag, 9. April – findet ein gemeinsames Konzert in der Rheinberger Stadthalle statt. Neben der "Harmonie" wird dann der Chor "Diapason" aus Montreuil zu hören sein – zum ersten Mal in Rheinberg.
Wolfgang Meschnig: "Der Besuch der Franzosen war bereits im vergangenen Jahr zum Sing-Day of Song geplant, damals hat es terminlich aber nicht gepasst." Jetzt kommen 55 Sänger aus der Picardie an den Niederrhein. Sie werden z. T. bei den Harmonie-Sängern, teilweise in Hotels untergebracht sein. Der Termin für den Gegenbesuch steht auch schon fest: Die Rheinberger fahren von 20. bis zum 22. April 2012 nach Frankreich.
"Musik, die verbindet . . ." ist das Motto des Konzerts am Samstag, 9. April, 20 Uhr, in der Stadthalle. Dann wird zunächst die "Harmonie" unter der Leitung von Michael Wulf-Schnieders und am Klavier von Dennis Kittner begleitet singen. Aus ihrem umfangreichen Repertoire werden die Rheinberger u.a. "Mit 66 Jahren", "Thank you for the music" und "Time to say goodbye" darbieten.
Nach einer kleinen Pause sind dann die "Diapason"-Sänger an der Reihe: unter der Leitung von Nadège de Kersabiec und am Klavier von Didier Hennuyer begleitet. Sie bringen u.a. Mendelssohns "Hear my prayer" oder Lieder wie "The green leaves of summer". Zum Schluss werden dann beide Chöre gemeinsam Edith Piafs "La vie en rose" ("Schau mich bitte nicht so an") zum Besten geben. Der Eintritt zum Konzert ist frei, jedoch wird nach dem Konzert um Spenden gebeten.
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