Rheinberg: Hauptstadt der Energiesparer
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 08.11.2011Rheinberg (RP). NRW- Klimaschutzminister Johannes Remmel hat gestern im Familienzentrum Alpsray 53 Mal die Auszeichnung "Energiesparer NRW" an Hauseigentümer vergeben, die mit gutem Bespiel vorangegangen sind.
Rheinberg-Alpsray Gut, dass Landesklimaschutzminister Johannes Remmel es gestern zweimal gesagt hat: "Rheinberg ist die Hauptstadt der Energiesparer in NRW. Und darauf können Sie stolz sein", fasste der Gast aus Düsseldorf seine Belobigungen für die vielen Frauen und Männer zusammen, die in der Stadt mitmachen bei der Umsetzung des Plans, Rheinberg zu einer Klimastadt zu machen.
Gleich 53 Mal vergaben Remmel und Bürgermeister Hans-Theo Mennicken die Auszeichnung "Energiesparer NRW", und zwar in den Kategorien "saniertes Haus", "Drei-Liter-Haus", "Wärmepumpe", "Kraft-Wärme-Kopplung", "Biomasse / Pellets", "Solar" und "Photovoltaik". Insgesamt haben seit 2006 226 Rheienberger diese Auszeichnung entgegengenommen. "Insgesamt wurde sie in Nordrhein-Westfalen bisher 2400 Mal vergeben", so der Minister.
"Stadtradeln"
Auch bei der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" mischt Rheinberg stets ganz vorne mit. 2009 war Rheinberg Bundessieger.
Am 16. November wird die bundesweite Abschlussaktion in der Stadt ausgerichtet.
"Dass die Auszeichnung in einer Stadt mehr als 50 Mal vergeben wird, ist außergewöhnlich", unterstrich Remmel in seiner Rede im Familienzentrum Alpsray, das ebenfalls auf der Liste stand. Hans-Peter Götzen, der 1. Vorsitzende des Trägervereins Bürgerzentrum Alpsray, nahm Urkunde und Plakette für die Einrichtung entgegen. Hier wurde eine Gasbrennwerttherme installiert.
Eine neue Gründerzeit
"Wir brauchen eine neue Gründerzeit", mahnte der Minister mit Hinblick auf die Tatsache, dass die Anstrengungen, eine Energiewende herbeizuführen, längst noch nicht ausreichten. Bundesweit, so rechnete er vor, würden pro Person und Jahr zehn Tonnen CO2 verbraucht; in NRW sind es sogar 16 Tonnen – und das müsse anders werden. Immerhin fließt schon 20 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen in die Netze.
Remmel verwies darauf, dass man auf einem guten Weg sei und dass es inzwischen auch keine Frage von Parteizugehörigkeit mehr sei, ob man für den Energiewandel sei. Allein 2010 seien in Deutschland 840 000 Photovoltaikanlagen installiert worden. Johannes Remmel: "Damit kann man rechnerisch den Energiebedarf von drei Millionen Haushalten decken."
Netzwerk KlimaTisch
Mennicken machte in seiner Begrüßung deutlich, dass es in Rheinberg mit der Bürgersolar-Genossenschaft und dem Netzwerk KlimaTisch Kräfte gebe, die den Wandel sichtbar voranbringen. Auch die Operation "Dr. Haus" sei als wichtiger Baustein zu nennen: Schon 600 Rheinberger Hauseigentümer hätten die Dienste der von der Stadt beauftragten Energieberater in Anspruch genommen. "Das kann sich sehen lassen", so der Rheinberger Bürgermeister in Alpsray.
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