Rheinberg: Hier bist du sicher!
VON NICOLE MAIBUSCH - zuletzt aktualisiert: 02.02.2012Rheinberg (RP). Seit Mittwoch läuft das "Notinsel"-Projekt in Rheinberg: Geschäfte, Firmen und Einrichtungen sollen Kindern in Not eine sichere Zuflucht bieten. Die Begegnungsstätte trägt den ersten Aufkleber, 40 weitere Teilnehmer sollen folgen.
Ein etwa DIN A5 großer Aufkleber am Eingang der Begegnungsstätte Reichelsiedung an der Eschenstraße weist seit gestern deutlich darauf hin: Hier ist eine "Notinsel", hier finden Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen Schutz und Hilfe.
Mit der Beteiligung am Projekt "Notinsel" der Hänsel-und-Gretel-Stiftung will nun auch die Stadt Rheinberg ein möglichst engmaschiges Netz von Betrieben und Einrichtungen knüpfen, die Kindern im Falle eines Falles Zuflucht bieten.
Etwa 40 weitere Geschäfte, Firmen und Einrichtungen im Stadtgebiet werden dem Beispiel der Begegnungsstätte folgen und an ihren Eingängen und Fensterfronten ebenfalls das markante Signet anbringen. Durchgeführt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem SCI Moers, der vor drei Jahren die Partnerschaft für den Kreis Wesel übernommen hat.
Kosten: rund 1500 Euro
Rund 1500 Euro Kosten muss die Stadt für die Realisierung des "Notinsel"-Projekts aufbringen.
Interessenten melden sich bei Stadtjugendpflegerin Babette Heimes-Krischok unter Tel. 02843 171356.
Kein ernster Zwischenfall
Als Präventiv-Maßnahme sei es wichtig, jungen Menschen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, betonte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, Schirmherr des Projekts in Rheinberg, die Bedeutung der "Notinsel" im Alltag von Kindern. Eine absolut notwendige Einrichtung, die bestenfalls nie an Anspruch genommen werden muss.
Zu diesem Ergebnis kommt man auch in den Nachbarstädten Moers und Kamp-Lintfort, wo das Projekt "Notinsel" bereits seit anderthalb bzw. seit zweieinhalb Jahren läuft. Regelmäßige Nachfragen bei den teilnehmenden Einrichtungen haben ergeben, dass es – bis auf Nachfragen nach einem Pflaster – noch zu keinem ernsten Zwischenfall gekommen sei, informierte Frank Liebert vom SCI.
Dennoch macht dies die "Notinsel" nicht überflüssig. Im Gegenteil. Entscheidend sei schon die Tatsache, dass die Kinder wissen, dass ihnen geholfen wird, so Heinz Drobner von der Begegnungsstätte und Stadtjugendpflegerin Babette Heimes-Krischok.
Die freute sich über die positive Resonanz auf das Projekt in der Rheinberger Geschäftswelt. "Derzeit sind wir noch dabei, weitere Teilnehmer – gerade in den Außenbezirken wie Borth – zu akquirieren", berichtet Heimes-Krischok.
Infos für Schulen und Kindergärten
Auf der Homepage der Stadt wird künftig eine Liste aller bestehenden "Notinseln" zu finden sein, Kindergärten und Schulen erhalten dann Informationsmaterial.
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