Rheinberg: Hilfe für Seele und Nerven
VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 02.03.2011Rheinberg (RPO). Die medizinische Versorgung in Rheinberg erfuhr eine wichtige Abrundung: Dr. Margot Büren eröffnete jetzt ihre Facharzt-Praxis für Nervenheilkunde an der Bahnhofstraße 38.
In der Geschichte der ärztlichen Versorgung Rheinbergs ist gerade ein wichtiges neues Kapitel aufgeschlagen worden: An der Bahnhofstraße 38 – der Eingang befindet sich hinter der "Apotheke 35" – hat Dr. med. Margot Büren (51), Fachärztin für Nervenheilkunde, ihre Praxis neu eröffnet. Die Palette der medizinischen Disziplinen in der Stadt erfährt dadurch eine bedeutsame Abrundung.
Freundliche Aufnahme
Das zeigt bereits die freundliche Aufnahme der Medizinerin durch die Rheinberger Hausärzte: Über sie finden die meisten Patienten den Weg zur Fachärztin und dabei ist die neu geschaffene räumliche Nähe von Praxis zu Praxis, die Möglichkeit zum direkten Dialog sicherlich von Vorteil. Denn "der Bedarf ist viel größer als die Kapazitäten", beschreibt die Ärztin; wer sich jetzt meldet, kann mit einem Termin in etlichen Wochen rechnen.
Eigene Praxis
Dr. Margot Büren hat nach ihrer Ausbildung zunächst an verschiedenen Krankenhäusern Erfahrung gesammelt.
Auch nach dem "Erziehungsurlaub" arbeitete die verheiratete Mutter zweier Kinder zunächst wieder in Krankenhäusern: ein Jahr lang in einer Privatklinik, danach zirka drei Jahre am Vinzenzkrankenhaus in Dinslaken.
Vor drei Jahren entschloss sich die Medizinerin dann, sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen.
Dr. Margot Büren übernahm vor gut drei Jahren die Praxis, die Dr. Volz drei Jahrzehnte in Kamp-Lintfort geführt hatte. Für die Verlegung des Praxissitzes nach Rheinberg waren nun ganz pragmatische Gründe ausschlaggebend: Der neue Standort liegt näher an Dr. Bürens Wohnsitz. Und: Die Patienten kommen keinesfalls nur aus Rheinberg.
Als Fachärztin für Nervenheilkunde kümmert sich Dr. Margot Büren um zwei Bereiche: da ist zum einen die Neurologie mit den körperlichen Nervenkrankheiten, für die seelischen Erkrankungen ist die Psychiatrie zuständig. Dass ihre Hilfe immer häufiger gefragt sei, liege auch, beileibe aber nicht nur an der demografischen Entwicklung der alternden Gesellschaft, in der die Demenzerkrankungen immer häufiger anzutreffen sind. Ein ganz entscheidender Faktor für psychische Erkrankungen ist nach den Erfahrungen Dr. Bürens der Druck am Arbeitsplatz, der bei vielen Menschen zu Ängsten und Depressionen führe. Medikamente könnten helfen, die Patienten etwas belastbarer zu machen – von dauerhafterer Wirkung wäre es freilich, die belastenden Faktoren als Ursache auszuräumen.
ADHS auch bei Erwachsenen
Körperliche Erkrankungen wie Parkinson oder Epilepsie gehörten zu weiteren Krankheitsbildern, bei denen Dr. Bürens Hilfe gefragt ist. Einen gewissen Akzent setzt sie in ihrer Praxis auf die Betreuung von ADHS-Patienten, die zunehmend auch bei Erwachsenen diagnostiziert wird – "ein Störungsbild, das immer mehr in den Fokus rückt."
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