Rheinberg: Historiker mit Herz
zuletzt aktualisiert: 24.01.2012Rheinberg (RP). Seine Wiege stand in Westpreußen. Doch Heimat ist für Joachim Knop die Stadt Rheinberg. Rheinberg. Warum, beschrieb der Mann, der jetzt seinen 75. Geburtstag feierte, im Gespräch mit der Redaktion einmal in einem wohlüberlegten Gedankengang.
"Heimat ist nicht dort, wo man zufällig geboren wurde – Heimat ist, wo man seinen Lebenskreis hat, den Beruf ausübt und wo die Familie verwurzelt ist." Dass viele meinen, Joachim Knop sei ein Ur-Rheinberger, kommt nicht von ungefähr.
Sein Herz schlägt für die Stadt und für die Menschen, die dort leben. Knop war Pädagoge mit Leib und Seele. Erst am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg, wo er von 1969 bis 1992 ganze Schülergenerationen aufs Leben vorbereitete, später in Xanten, wo er bis zur Pensionierung das Stiftsgymnasium leitete.
Als erfahrener Lehrer verstand es Joachim Knop stets, der jungen Generation die heimische Geschichte lebendig zu vermitteln. Historie, die er mit Akribie und Leidenschaft auslotete und in zahlreichen Publikationen auffächerte. Ihre Auflistung – überwältigend vielfältig, hier nur in Schlaglichtern zu beschreiben: Da ist der bau- und kunstgeschichtliche Führer zur Pfarrkirche St. Peter; da ist die Würdigung des Andenkens an Dr. Aloys Wittrup als "Vater der Rheinberger Geschichtsforschung"; da ist die Neubearbeitung der "Beschreibung des Amtes der Stadt Rheinberg".
Von 1969 bis 2000 setzte Joachim Knop als Leiter des Katholischen Bildungswerkes Rheinberg Akzente. 2004 übernahm er den Vorsitz im Heimatverein Rheinberg, dessen Mitglied er seit Gründung der Gemeinschaft war. Joachim Knop gestaltete als CDU-Ratsherr Kommunalpolitik mit, war fünf Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses, engagierte sich im Pfarrgemeinderat und trug sein Wissen in die Vorstandsarbeit im Förderverein zur Erhaltung der St.-Anna-Kapelle.
Mit seinem Wissen und seiner Begeisterung für die Kultur- und Heimatgeschichte habe Joachim Knop viele Menschen angesteckt, anerkannte der Landschaftsverband Rheinland 2011 und würdigte sein Engagement mit dem Rheinlandtaler. kau-
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