Rheinberg: Hugo Terhorst erster Kaiser
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 03.05.2008Rheinberg (RPO). Bis weit in den Abend wurde gestern in Menzelen-Ost bei der Michael-Bruderschaft geschossen. 24 ehemalige Könige traten um die Kaiserwürde an und benötigten 349 Schuss.
menzelen-ost Hugo Terhorst heißt der erste Kaiser von Menzelen-Ost. Mit dem 349. Schuss holte er gestern um 21.06 Uhr den Holzrest von der Stange. 24 Könige der St. Michael-Bruderschaft traten an, um mit der Armbrust den letzten Span herunter zu holen, nachdem kurz vor 19 Uhr das Preisschießen zu Ende gegangen war. Letztlich war es doch ein Kaiserwetter, bei dem die Michael-Schützen und das Tambourkorps antraten. Zum Jubiläum (325 Jahre Michael-Schützen, 80 Jahre Tambourkorps) war das Dorf über und über geschmückt, sogar mit großen Bögen wie auf der Marktstraße.
Heute Festtag
Um 15.30 Uhr werden die Gäste heute im Festzelt erwartet.
Der Festumzug beginnt um 17 Uhr und schließt mit dem Fahnenschwenken am Marktplatz ab. Der Jubiläumsball im Festzelt startet um 19.30 Uhr.
120 Schützen beim Preisschießen
Von den 160 Mitgliedern der Michael-Bruderschaft zielten zu den Klängen des Musikvereins Menzelen an die 120 Schützen auf den hölzernen Vogel, den Richard Kerkhoff sowie Mitglieder des Tambour-Vorstandes und des Festausschusses gezimmert hatten. Und er erwies sich als ganz schön zäh. Gegen 19 Uhr glänzte dann aber nur noch der Rumpf, der dem Kaiserschuss vorbehalten war, hoch droben auf der Vogelstange.
Der Festzug danach
Das Ergebnis des Preisschießens: Michael Hügen, linker Fuß; Jürgen Giesen, rechter Fuß; Daniel Hügen, linker Flügel; Rainer Wiehagen, rechter Flügel; Klaus Karmann, Kopf; Detlef Jankowski, Schwanz. Zwischendurch wurden dann auch noch der amtierende König Thorsten Schneider und Pater Gerard van de Voort via Mikrofon willkommen geheißen. Launige Kommentare wie „Ein bisschen zu hoch ist auch vorbei“ und „Spielleute, jetzt trefft mal“ begleiteten das Preisschießen.
Nach dem Preisschießen hieß es noch einmal „Antreten“, ehe dann die ehemaligen Könige der Bruderschaft vortraten, um aus ihren Reihen ihren Kaiser (für den Festwirt Gerd Wynen ein 30-Liter-Bierfass spendiert hatte) zu küren. Nach dem Kaiserschießen formierte sich rasch der Festzug, damit’s im Festzelt am Marktplatz mit dem Kaiserball (bis tief in die Nacht) weitergehen konnte. Kaiser Hugo Terhorst durfte sich mit der Kaiserweste schmücken, die ebenso wie das Königssilber von 1683 am morgigen Sonntag bis zum Nachmittag im Festzelt bewundert werden darf.
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