Alpen: Kleiner Mann mit großer Nase
VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Alpen (RPO). Das Alpener Laienspiel probt auf Hochtouren für seine nächste Inszenierung, die am 23. und 30. November im PZ aufgeführt wird. Diesmal wird das Märchen „Zwerg Nase“ mit viel Liebe zum Detail gespielt.
Der kleine Jakob ist ein Sohn, wie er im Bilderbuch steht. „Er ist so hübsch und immer fleißig“, schwärmen die Eltern. Doch allzu gerne steckt der vorlaute Jakob seine Nase in die Angelegenheiten anderer Leute, was ihm bald zum Verhängnis wird. Als ein altes Kräuterweib auf dem Markt auftaucht und den Gemüsestand seiner Mutter durcheinanderbringt, spottet er über ihre lange Nase, die dürren Finger und den Buckel.
„Dein Buckel ist so groß, dass man einen Korb darauf abstellen kann“, höhnt Jakob. Zur Strafe hext die Alte dem Jungen ihre eigenen Gebrechen auf den Leib. Als hässlicher Zwerg soll er fortan in ihrem Haus für sie arbeiten. Gelingt es „Zwerg Nase“, sich von dem bösen Zauber zu befreien? Das erfahren große und kleine Besucher bei der Premiere des neuen Theaterstückes des Alpener Laienspiels am Sonntag, 23. November, im Pädagogischen Zentrum.
Zwei Aufführungen
Zweimal führt das Alpener Laienspiel das Märchen von „Zwerg Nase“ im Pädagogischen Zentrum auf:
Sonntag, 23. November, und Sonntag, 30. November, jeweils um 17 Uhr.
Karten gibt es im Vorverkauf bei IHR PLATZ in Alpen, Lindenallee. Kinder zahlen drei Euro, Erwachsene sechs Euro. Abendkasse: 3,50 Euro bzw. 7 Euro.
Seit August wird geprobt
Seit August proben die Schauspieler für das Märchen, das sie frei nach der Vorlage von Wilhelm Hauff adaptiert haben. Anni Maas ist als Kräuterweib mit langer Nase und schwarzem Kapuzenumhang kaum zu erkennen. Mit krächzender Hexenstimme verflucht sie den armen Jakob, der von Nina Verhovnik dargestellt wird. „Du sollst es bereuen, über Menschen zu richten, die nicht so schön sind wie du“, wettert die Alte.
Nachdem er die verzauberte Suppe gelöffelt hat, taumelt Jakob rückwärts aus dem Bühnenbild. Hinter dem Vorhang muss jetzt alles ganz schnell gehen. Eierfrau Brunhilde alias Bianca Thiesies hilft ihrer Mitspielerin, die lange Nase überzustreifen und stopft ihr ein kleines Kissen unter das Hemd. Das gibt einen prima Buckel ab. Schon hat sich der hübsche „Jüngling“ in einen verwachsenen Gnom verwandelt. Fabian Eberhard hat wohl eine der anstrengendsten Rollen erwischt. Im Hexenhaus robbt er als sprechender Hund Bello auf allen Vieren über die Bühne. Im orangefarbene Kostüm mit braunen Schlappohren hat er große Ähnlichkeit mit Disneys Pluto.
Wenn die Luft rein ist
Kristin Latzel hockt als Maus Clara im Mauseloch und kommt nur dann hervor, wenn die Luft im Hexenhaus rein ist. Die 9-Jährige spielt ihre erste Rolle beim Alpener Laienspiel. Bühnenerfahrung sammelte sie aber schon vorher. „Ich bin schon mit dem Kinderchor von Frau Booms aufgetreten“, erzählt sie. Die Kostüme hat Regisseur Walter Kühn zum Teil selbst genäht. Für das Bühnenbild zeichnet der Alpener Künstler Walter Bremer verantwortlich. Unverzichtbar ist Ursula Kühn, die den Darstellern als Souffleuse bei Gedächtnislücken auf die Sprünge hilft. Einen Nachteil hat ihr Job allerdings. „Ich habe noch nie ein Stück gesehen, weil ich ja immer mitlesen muss“, bedauert Kühn. Da haben es die Zuschauer ganz klar besser.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
