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Rheinberg: Kompliment für Gemeinschaftsschul-Team

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 04.02.2011

Rheinberg (RPO). Zwei Neuigkeiten hörte der Schulausschuss gestern Abend in Sachen Gemeinschaftsschule: Zunächst berichtete Bürgermeister Hans-Theo Mennicken darüber, dass gestern auch der schriftliche Erlass des Ministeriums zur Bildung der neuen Schule gekommen war. Später steuerte Dietmar Heyde (Grüne) die Nachricht bei, dass es unter allen 17 genehmigten Schulen nur bei der in Rheinberg keinen Nachbesserungsbedarf beim pädagogischen Konzept gegeben habe. Heyde: "Dafür allen Beteiligten ein dickes Kompliment".  Die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg wird übrigens möglicherweise nicht nur sechs-, sondern siebenzügig an den Start gehen. Dabei hatte der Schulausschuss am 7. Dezember vorigen Jahres die Aufnahmekapazität der neuen Schule auf sechs Züge beschränkt. Klaus Bechstein (SPD): "Wir haben allerdings auch die Zusage gegeben, dass jeder Rheinberger Schüler, der angemeldet wird, auch aufgenommen wird." Was in Klassengrößen ausgedrückt bedeutet: Solange nicht mehr als 150 Kinder gemeldet würden, werde die Gemeinschaftsschule sechzügig sein; ab 151 Kindern würde sie siebenzügig. Im Übrigen werde grundsätzlich kein Schüler aus einer Nachbargemeinde angenommen, "denn wir wollen ja nirgendwo eine andere Schule in Gefahr bringen" (Bechstein).

Wolfgang Fillers konnte sich mit der Perspektive einer siebenzügigen Gemeinschaftsschule nicht anfreunden: "Wir sind dafür, es mit einem sechszügigen Beginn zu belassen", betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Sieben oder gar noch mehr Züge – das werde eine Mammutschule, keine pädagogische Einheit mehr. Eine Kalkulation, die Klaus Bechstein nicht überzeugend fand: "Wenn in einem Gebäude zwei Schulen – so wie bisher Haupt- und Realschule im Schulzentrum Rheinberg – zusammengerechnet 800 Schülerinnen und Schüler haben, dann war das kein Problem. Wenn im selben Gebäude aber eine Schule 800 Schülerinnen und Schüler hat – dann soll das ein Problem darstellen?" Bürgermeister Mennicken argumentierte ähnlich: "Wenn man die Schulen zusammenzählt, war das Schulzentrum auch schon siebenzügig – und das war kein Nachteil fürs Gymnasium".

Letztlich stimmte der Schulausschuss einstimmig dafür, die Zügigkeitsbeschränkung für das Schuljahr 2011/12 aufzuheben.

Quelle: RP

 
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