Rheinberg: Kraftwerk: Baubeginn nicht zu halten
VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 25.06.2008Rheinberg (RPO). Die Leser der Rheinischen Post haben es schon gestern exklusiv erfahren: Es geht nicht voran mit dem Solvay-Ersatzbrennstoff-Kraftwerk. Gestern sprach nun auch das Unternehmen von einem „Projekt mit Hindernissen“ – nachdem schon das Genehmigungsverfahren den Projektstart um über sechs Monate verzögerte, zeichne sich ab, dass der auf diesen Sommer verschobene Baubeginn erneut nicht zu halten ist.
„Wir gehen jetzt von einem Starttermin doch deutlich erst in der zweiten Jahreshälfte aus“, so Solvay-Werkleiter Dr. Welter, „aber wir sind nach wie vor im Interesse einer nachhaltigen, kostengünstigen Energieversorgung des Industrieparks in hohem Maß interessiert, das Projekt so zügig wie möglich zu realisieren“.
Die „Energieanlage Rheinberg“, die das Kraftwerk bauen und betreiben werde, habe während des Genehmigungsverfahrens bei den Zulieferfirmen die technischen Bauteile nur optionieren können, d.h. es wurden in Vorverträgen nur Zeitkorridore für die Fertigung vereinbart. Die Verzögerungen im Verfahren hätten dazu geführt, dass diese Optionen nicht gezogen werden konnten.
Nach dem Erhalt der Genehmigung Ende März mussten die wesentlichen Bauelemente neu ausgeschrieben werden und neue Fertigungszeiten seien zu vereinbaren. Mit Banken, die für die Finanzierung des Projektes in Frage kommen, seien Konditionen neu zu verhandeln.
Gespräche gebe es auch mit den Sortierbetrieben, die den Ersatzbrennstoff anliefern sollen. Hier waren 2006 Vorverträge geschlossen worden, die durch das verzögerte Genehmigungsverfahren und zusätzliche Genehmigungsauflagen nochmals mit den Lieferanten zu verhandeln seien.
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