Rheinberg: Mehr Transparenz schaffen
VON JESSICA RÖSNER - zuletzt aktualisiert: 14.11.2009Rheinberg (RPO). Beim ersten Infonachmittag im Orsoyer Rheinhafen räumten die NIAG-Verantwortlichen gestern ein, dass es Pannen bei der Kommunikation gegeben habe. Das soll künftig anders werden.
Zukunft des Hafens
Der Abbau der heimischen Kohle sinkt jährlich, bis 2018 wird diese noch gefördert.
Da jedoch der Bedarf der Kraftwerke bestehen bleibt, wird der Import von Kohle zunehmen.
Im Hafen wird dementsprechend auch zukünftig weiter verladen, auch eine Kooperation mit umliegenden Häfen ist angedacht.
ORSOY Gestern hatte die NIAG (Verkehrsbetriebe) zu einem Rundgang über das Hafengelände geladen – auch Bürgermeister Hans-Theo Mennicken war vor Ort und vertrat in einem Gespräch mit NIAG- Vorstand Werner Kook die Interessen der Bürger und der Stadt. "Die Orsoyer möchten verständlicherweise darüber informiert werden, was in einem Betrieb passiert", so Mennicken. Auch die Kommunikation zwischen der NIAG und der Stadt bezüglich des neuen Krans sei nicht gut gelaufen, "das Thema ist nun geklärt und ausgestanden", so Mennicken. Kook: "Wir setzen auf gläserne Aktivitäten und wollen die Bürger zukünftig noch stärker einbinden". Geplant sei, regelmäßig einen Tag der offenen Tür anzubieten "und dann auch am Wochenende, wenn mehr Bürger Zeit haben", so Kook. Nachgedacht wird ebenfalls über einen "Kummerkasten".
Im September war überprüft worden, ob die im Hafen vertraglich vereinbarte Haldenhöhe von zwölf Metern im Kranbereich und acht Meter außerhalb eingehalten werde. "Der Fachbereich Vermessung und Kataster des Kreises hat nachgemessen", so Mennicken. Eine Halde war zu hoch, die NIAG musste deswegen ein Bußgeld im höheren vierstelligen Bereich an die Bußgeldstelle der Stadt entrichten. "Die Halde hat nun wieder die vorgeschriebene Höhe", so Hanspeter Sturm, Abteilungsleiter Vertrieb bei der NIAG. Er führte die zehn Interessenten über das Gelände und zeigte dabei auch den neuen Kran. "Dieser ersetzt zwei alte Kräne aus den 60er Jahren, er arbeitet nicht nur effektiver, sondern ist auch leiser", so Sturm. Mit einer Höhe von 62 Metern und einem Greifer, der 17 Kubikmeter Material aufnehmen kann, schafft dieser 300 Tonnen pro Stunde. Betrieben werden die Kräne mit Strom.
Seit 1913 ist die NIAG am Rheinhafen zuständig, 25 Mitarbeiter arbeiten dort im 3-Schicht-System an sechs Tagen pro Woche. Vorwiegend Kohle und Erz werden von Schiffen auf Züge verladen oder umgekehrt, fünf bis zehn Züge verlassen täglich das Gelände. "Zwischen 1,7 Millionen und 2,5 Millionen Tonnen werden jährlich verladen und an Kraftwerke und andere Betriebe geliefert", so Sturm.
Auf dem 80 000 Quadratmeter großen Gelände werden Kohle und Erze zwischengelagert, "um die Staubverwehungen so gering wie möglich zu halten, werden die Halden mit Berieselungsanlagen feucht gehalten", so Sturm.
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