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Rheinberg: Mit Solvay und Underberg

zuletzt aktualisiert: 19.12.2009

Rheinberg (RPO). Norbert Ricking gehörte 30 Jahre dem Rheinberger Stadtrat an; eine Legislaturperiode lang war er dort Frontmann der Christdemokraten. Für den Mann, der wegen seines ehrenamtlichen Engagements den Ehrenring der Stadt Rheinberg trägt, war es eine Selbstverständlichkeit, auch im politischen Ruhestand an der letzten Ratssitzung im Jahr teilzunehmen und dabei die Ehrung verdienter Kommunalpolitiker mitzuerleben.

Doch Norbert Ricking hat auch sein Interesse an aktuellen politischen Diskussionen bewahrt. An der Innenstadtsanierung beispielsweise inklusive Skaterkuhlen-Auffüllung und Baum-Austausch für 40 000 ­. Und hier könne er die aktuelle Beschlusslage schlechterdings nicht nachvollziehen, betonte der altgediente Unionspolitiker gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Sicherlich sei es gut, wenn jetzt die SPD zugestehe, dass auch teure Projekte gut für die Stadt sein könnten und damit den Bau des Stadthauses meine, den die Sozialdemokraten ursprünglich strikt abgelehnt hatten. Allerdings sei doch die Ausgangslage eine völlig andere: Das Geld für den Stadthallenbau habe Rheinberg damals zum allergrößten Teil gehabt – die 40 000 ­ fürs Austauschen der Bäume könne sich die Stadt heute eigentlich gar nicht leisten, wenn man den Alarmrufen des Kämmerers folge.

Außerdem stelle sich grundsätzlich die Frage, ob neue Bäume mit ein oder zwei Meter längeren Stämmen die Stadt wirklich attraktiver machten. Ob eine Gastronomie im Alten Rathaus wirklich Besucherscharen zum Markt locke, wo es doch schon etliche Lokale gebe. Ricking vermisst den wirklich zündenden Gedanken – und bringt folgende Idee in die Diskussion ein: Wenn man aus dem Alten Rathaus ein richtiges Heimatmuseum machen würde und dabei auch die großen Unternehmen Underberg sowie Solvay mit einmaligen Exponaten mitziehen würden, könnte das ein wirklicher Anziehungspunkt werden. Der Besuchermagnet, der für mehr Leben in Rheinberg sorgen könnte. RAINER KAUSSEN

Quelle: RP

 
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