Alpen: Neuer Ehrenvorsitzender
VON BEATE WYGLENDA UND UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 21.10.2008Alpen (RPO). Die KAB Alpen feierte im Pädagogischen Zentrum ihr 100-jähriges Bestehen. Unter anderem wurden die früheren Vorsitzenden Karl-Heinz Theberath und Heinrich Maas ausgezeichnet. Bundesvorsitzender Hupfauer zu Gast.
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Josef ist in Alpen nicht zu übersehen – und das darf man wörtlich nehmen. Denn nach einer Messe anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Ortsvereins am Samstag in der St.-Ulrich-Kirche zogen die Mitglieder in einem Bannermarsch über die Burgstraße bis zum Schulzentrum, wo das Jubiläum im Pädagogischen Zentrum gefeiert wurde.
Dort richtete der KAB-Bundesvorsitzende Georg Hupfauer ein Grußwort an die Mitglieder und Gäste. Auch Ehrungen standen an diesem Abend an. Eine war geheim gehalten worden und galt Karl-Heinz Theberath. Der langjährige Vorsitzende der KAB Alpen ist unter großem Applaus zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Diesen Ehrentitel trägt Heinrich Maas schon seit 25 Jahren. Der allseits bekannte „Alpener Jung“ gehört der KAB seit sage und staune 70 Jahren an. Georg Hupfauer, der aus Alsdorf kam, ließ es sich nicht nehmen, die Ehrung persönlich vorzunehmen.
Rentenmodell
KAB-Bundesvorsitzender Georg Hupfauer ging in seiner Ansprache vor den KAB-Mitgliedern u.a. auf das alternative Rentenmodell der katholischen Verbände ein. Es favorisiert eine solidarische Alterssicherung.
Weitere Themen, die der Mann aus Alsdorf bei Aachen ansprach, waren:
das bedingungslose Grundeinkommen.
der Mindestlohn.
Ehrungen im PZ
Geehrt wurden zudem Walter Kühn für sein Jahrtzehnte langes Engagement im Alpener Laienspiel. Weiterhin geehrt: Maria Schellen (seit 40 Jahren Mitglied), Ursula Siemons (über 40 Jahre dabei) und Bernhard Siemons (über 50 Jahre aktive Mitarbeit; er erhielt zudem die Pfingstplakette für großes Engagement für die christlich-katholische Soziallehre).
Das Laienspiel hatte speziell zum Jubiläum ein Bühnenstück vorbereitet. Es trug den Titel „Schöne, neue Arbeitswelt“. Schon zu Beginn des Stücks wird deutlich, wie diese Arbeitswelt aussieht. Eine Stimme aus dem Hintergrund, die Stimme der Arbeitsagentur, erklärt, dass jede zumutbare Arbeit anzunehmen sei. „Man darf nicht so zimperlich sein, das Leben ist hart“, betont die Stimme aus dem Off. Nach 120 Bewerbungen und ebensoviel Absagen gibt sich der erste Protagonist geschlagen und nimmt die nächstbeste Stelle der Agentur an. So findet sich dieser in der Immobilienagentur „Maximmo“ wieder. Bedingungsloses Engagement wird gefordert. Mit schamlos überzogenen Anzeigen macht die Agentur Werbung für ihre Objekte.
Parallelen zur Finanzkrise
„Eigentum ohne Kapital“ heißt ein Modell, dessen Beschreibung erschrecken aktuelle Parallelen zur Finanzkrise aufzeigte. Dabei will der Arbeitssuchende allerdings nicht mitmachen und geht. Schnell wird ihm von der Arbeitsagentur vorgeworfen, er hätte viel zu schnell aufgegeben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
