Rheinberg: Neues Team für neue Schule
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 10.02.2011Rheinberg (RPO). Norbert Giesen, Barbara Mennekes und Dr. Beatrix Langenbeck-Schwich sind von der Bezirksregierung Düsseldorf beauftragt worden, die Anmeldungen für die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg abzuwickeln.
Am 22. Februar werden Norbert Giesen, Dr. Beatrix Langenbeck-Schwich und Barbara Mennekes Heinz Gniostko Bericht erstatten. Die drei Lehrer werden dann dem Dezernenten für Schulfragen bei der Bezirksregierung Düsseldorf die Anmeldezahlen für den ersten Jahrgang der neuen Gemeinschaftsschule Rheinberg durchgeben. Heinz Gniostko, von der NRW-Schulministerin mit der Begleitung des Schulversuchs beauftragt und zum ersten Mal als schulfachlicher Dezernent in Rheinberg zu Gast, überbrachte gestern die Ernennungsurkunden für die drei Lehrer. Das Trio bildet fortan das Anmeldeteam, was noch nicht automatisch das kommissarische Leitungsteam darstellt, wie der Dezernent ausführte: "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir sehr schnell ein Gründungskollegium zusammengestellt haben."
Anmeldetermine
Die Anmeldungen für die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg laufen von Dienstag, 15. Februar, bis Freitag, 18. Februar, vormittags und zusätzlich mittwochs von 15 bis 18 Uhr.
Dem Anmeldeteam gehört kein Lehrer der Hauptschule an; für die Sekundarstufe II wechselt Beatrix Langenbeck-Schwich von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Moers nach Rheinberg.
Nicht nur dickes Papier
Er habe die Entwicklung in Rheinberg hin zur Gemeinschaftsschule sehr interessiert beobachtet, schilderte Gniostko. "Denn hier ist nicht nur ein dickes Papier abgegeben worden – hier ist ein pädagogisches Konzept aus der großen Kompetenz der Hauptschule und der Realschule entstanden." Der Dezernent wird alle 17 in den Schulversuch Gemeinschaftsschule aufgenommenen Einrichtungen begleiten.
Er unterstrich die Vorteile der neuen Schulform: "Hier können alle Kinder aufgenommen werden." Eine Siebenzügigkeit sei möglich, ab 151 angemeldeter Jungen und Mädchen pro Jahrgang werden sieben Klassen gebildet. Auf mittlere Sicht, so prognostizierte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken, rechne man allerdings mit sechs Parallelklassen. Er sei sich sicher, dass die Bürger es honorierten, dass der Stadt daran gelegen sei, die Schulstandorte in der Stadt zu sichern. Auch Norbert Giesen, bisher und künftig Leiter der Realschule, sagte: "Ich habe bisher nur Positives zur Gemeinschaftsschule gehört." Der Bürgermeister flankierte dies: "Die Bedenken der Nachbarkommunen sind ausgeräumt, weil nur Rheinberger Schüler aufgenommen werden. Und das Gymnasium wird keine Nachteile durch die neue Schule haben." Die neue Schule werde dazu führen, dass nicht mehr ein Viertel aller Schüler weiterführende Schulen in Nachbarstädten besuchen.
Zum Abitur in neun Jahren
Bürgermeister Mennicken ging darauf ein, dass die Gemeinschaftsschule den Weg zum Abitur nach neun Jahren anbietet. Gniostko erinnerte daran, dass ein Drittel der Gemeinschaftsschul-Lehrer Pädagogen für die Sekundarstufe II sein müssten.
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