Rheinberg: Nur die Hauptschule legt zu
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 30.04.2008Rheinberg (RPO). An den weiterführenden Schulen in Rheinberg werden im Sommer zum Beginn des neuen Schuljahres deutlich weniger Kinder aufgenommen. Bei den Grundschulen erweist sich Ossenberg als Wackelkandidat.
Eines kann man festhalten: Der Schulentwicklungsplan (SEP) ist ein geeignetes Instrument. Die darin ermittelten Prognosen sind recht präzise, wie gestern in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport deutlich wurde. Zum Beispiel bei den Anmeldezahlen für die Kinder, die im Sommer eingeschult werden. Der SEP hatte 327 vorhergesagt, tatsächlich gehen im August 324 Jungen und Mädchen neu in die acht Grundschulen im Stadtgebiet.
Die Anmeldungen erfolgten erstmals unter einer neuen Maßgabe: Die Schulbezirksgrenzen bestehen nicht mehr, was bedeutet, dass die Kinder an jeder Rheinberger Grundschule angemeldet werden können. Das führt dazu, dass besonders die Katholische Grundschule Ossenberg zu einem Wackelkandidaten geworden ist. Dort werden für das Schuljahr 2008 / 2009 nur 16 Kinder eingeschult; prognostiziert waren 27. Dass dennoch eine Eingangsklasse gebildet wird, liegt an der günstigeren Vorhersage für 2009. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken: „Derzeit leben in Ossenberg 20 Kinder, die zum nächsten Schuljahr die dortige Schule besuchen können. Das reicht für eine neue Klasse.“
Realschule, Gymnasium
Die Anmeldezahlen an der Realschule Rheinberg für das nächste Schuljahr liegen bei 104 (Vorjahr 114).
Das Gymnasium nimmt 135 auf, im Vorjahr waren es 172.
Grundschule Wallach legt zu
Was den Ossenbergern im kommenden Schuljahr fehlt, haben die Kollegen in Wallach zu viel: Dort sind 69 Kinder angemeldet (SEP-Prognose: 57). Millingen nimmt 33 (38) auf, Grote Gert 23 (35), Paul Gerhardt 50 (31), St. Peter 42 (49), die Lindenschule Budberg 57 (55) und Orsoy 34 (35). Insgesamt gibt es in Rheinberg also 324 Einschulungen (327).
Gravierender ist der Unterschied bei den weiterführenden Schulen. Im Sommer wechseln statt 432 Rheinberger Viertklässler wie im vergangenen Jahr nur 361 in die fünften Klassen der verschiedenen Schulen. Dennoch gebe es keinen Grund zur Beunruhigung, lautete der Tenor der Verwaltung. Denn es gebe positive Ansätze. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Anmeldezahlen an der Hauptschule von 36 auf 42 gestiegen seien. Und auch die, dass deutlich weniger Rheinberger Kinder an Schulen außerhalb des Stadtgebiets angemeldet wurden. Waren es 20078 noch 110, so sank die Zahl auf 80.
Trendwende oder nicht?
Während Dietmar Heyde (Grüne) ausführte, er sehe bei den Anmeldezahlen für die Hauptschule noch keine Trendwende, entgegnete Wolfgang Fillers (CDU): „Eine Trendwende kommt nicht von jetzt auf gleich.“ Für Klaus Bechstein (SPD) war klar: „Die Hauptschule muss sich in ihrer Ganztagsform bewähren.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
