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Rheinberg: Oldtimer schnell aussortieren

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008

Rheinberg (RPO). Der Rheinberger Verein „Klimatisch“ bleibt beim Energiesparen am Ball. Denn auch nach der Stromwechsler-Debatte bleiben Fragen: Verbraucher wollen auch vom günstigeren Strom möglichst wenig einsetzen.

Der Xantener Architekt ThomasFrücht.  Foto: RPO
Der Xantener Architekt ThomasFrücht. Foto: RPO

Zu viel ist zu viel, finden immer mehr Kunden und suchen nach den jüngsten Preiserhöhungen der Strom-Riesen preiswertere Lieferanten. Mit Erfolg: Die Stadtwerke Krefeld beispielsweise eroberten als konzernunabhängiger Anbieter aus der Region in wenigen Wochen zwischen Orsoy und Marienbaum drei Prozent Marktanteil (RP v. 9. Januar).

Einmal auf dem Spar-Weg, wollen die Verbraucher aber auch vom günstigeren Strom nur so viel einsetzen, wie wirklich gebraucht wird. Wie man „Stromfressern“ den Garaus machen kann, ist deshalb eine der wichtigen Fragen, die auch gestern Abend beim Treffen des Rheinberger Klimatischs gestellt wurden.

Info

Der Klimatisch

Der Rheinberger Verein Klimatisch – gegründet im Oktober 2005 – ist ein neues Netzwerk von Aktiven, Interessierten und Multiplikatoren zum Themenkomplex Klimaschutz.

Der Klimatisch trifft sich regelmäßig am zweiten Mittwoch des Monats um 18.30 Uhr im Stadthaus Rheinberg im Raum 144.

www.klimatisch-ev.de

Broschüren helfen weiter

Antworten gibt es viele. Jens Harnack, Umwelt-Fachmann bei der Rheinberger Stadtverwaltung: „Wollen Sie ein Regal voll oder zwei?“ Je nachdem ob auch noch Spartipps zu den Heizkosten gefragt sind, gibt es bergeweise Literatur. Dabei helfen im Grunde doch die Broschüren prima weiter, die Jens Harnack vor seinem Büro im Stadthaus-Zimmer 202 ausgelegt hat.

Wer sparen will, sollte sich zunächst einmal über seine ganz persönliche Diskussionsbasis klar werden. Wer beispielsweise weiß, dass der Oldtimer-Kühlschrank in seinem Vier-Personen-Haushalt jährlich 70 Euro Stromkosten produziert, wird sich möglicherweise bald für den Kauf eines Neugerätes entscheiden. Denn das begnügt sich mit Strom für 28 Euro. Noch deutlicher ist der Unterschied bei bei Durchlauferhitzern.

Jens Harnack. Foto: RPO

Wer nach den möglichen Analyse-Schritten einfach mal abschalten möchte, ist bereits auf einem guten Weg zum Stromsparen: Öfter mal abschalten und dadurch unnötigen Stromverbrauch vermeiden – das ist nämlich eine goldene Regel der „Initiative EnergieEffizienz“. Doch Achtung: Nur mit richtigem Aus-Schalter lässt sich ein Gerät komplett vom Netz trennen. Jens Harnack: „Wer glaubt, alle Elektrogeräte seien ausgeschaltet, sollte mal auf den Stromzähler gucken – da kann man tolle Überraschungen erleben.“

Vorsicht bei „Stand by“

Vor allem wenn man Freund der Stand-by-Funktion ist. Wer Fernseher, Hifi-Anlage und Co. ständig im Stand-by-Modus laufen lässt, muss dafür bezahlen – bei einem Strompreis von 15 Cent pro Kilowattstunde etwa 70 Euro jährlich. Wer diesen und anderen Stromfressern genau auf die Spur kommen will, findet Hilfe bei der Stadtverwaltung Rheinberg. Dort hat Jens Harnack drei Messgeräte, die zwischen Netz und Elektrogerät geschaltet werden und so genau sagen können, wie viel Energie gerade abgezapft wird.

Quelle: RP

 
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