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Rheinberg: Plaketten für die Energiesparer NRW Das eigene Haus genau untersuchen lassen

VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008

Rheinberg (RPO). Niederrhein (up) Gute Tipps, wie sich Energie sinnvoll einsparen lässt, gibt die Energieagentur NRW auf ihrer umfangreichen Internetseite www.ea-nrw.de. Unter anderem wird auf dieser Seite ein Heizenergiecheck angeboten, mit dem sich der Energiestandard von Wohngebäuden abschätzen lässt. Zudem finden sich zahlreiche Tipps zum Stromsparen im Haushalt. Und auch manche beeindruckende Zahl. Zum Beispiel die: Die deutschen Privathaushalte verbrauchen pro Jahr 130 Milliarden Kilowattstunden Strom. Und das Solvay-Chemiewerk in Rheinberg hat den gleichen Strombedarf wie die Stadt Essen.

Interessant ist auch die Förderinitiative „Wohnen, Umwelt, Wachstum“. Wer die Umwelt schont, wird gefördert. Angesichts steigender Energiepreise lohnt sich eine energetische Sanierung eines Altbaus, der Bau eines Energiesparhauses oder der Einbau einer neuen Heizung mehr denn je. Die Bundesregierung und die KfW Förderbank unterstützen energieeffiziente Bauvorhaben mit zinsgünstigen Förderkrediten. Dabei gilt die Devise: Je energiesparender die Maßnahme, desto günstiger der Zinssatz.

Auch dazu findet sich etwas: Das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie weist vorbildlich ausgestattete Gebäude mit der Plakette Energiesparer NRW aus. Ministerin Christa Thoben verlieh diese Plakette erst im Dezember in Orsoy an 35 Hauseigentümer aus Rheinberg. In ganz NRW waren es im Jahr 2007 400 Hausbesitzer. Zu den 50 in NRW geplanten Solarsiedlungen finden sich ebenfalls Hinweise.

Xanten Fachleute empfehlen einen Energiecheck in den eigenen vier Wänden. „Das lohnt sich auf jeden Fall“, bestätigt der Xantener Architekt Thomas Frücht. Nicht nur Architekten, auch Energieberater nehmen solche Prüfungen in Gebäuden vor.

Frücht weist allerdings auf Unterschiede hin. „Man kann einen Energiecheck machen lassen, der dann vielleicht 200 oder 300 Euro kostet. Dann haben Sie mal eine grobe Übersicht. Aber mehr auch nicht.“ Er hält es für sinnvoller, ein Gesamtkonzept zu erstellen, das Fragen beantwortet wie: Wie sieht es mit dem Dach aus? Wie mit der Dämmung? Und was ist mit der Regel- und Heiztechnik? Der Xantener: „Dann kann sich jeder Hauseigentümer einen Plan machen und überlegen, was er davon wann umsetzt und wie er es finanzieren kann.“ Das Ganze vor dem Hintergrund, die ganze Liste abzuarbeiten.

Wer mehr – 800 bis 900 Euro – investiere, der kann sich eine umfassendere Kostenschätzung erstellen lassen. Thomas Frücht: „Dabei werden zum Beispiel genauere Flächenberechnungen angestellt. So eine Kostenschätzung geht schon deutlich mehr in die Tiefe. Da haben Sie dann auch später was, womit man kommunizieren kann.“ Das könne man dann etwa einem Handwerker als Handlungsanweisung in die Hand drücken.

Der Architekt hat bisher die Erfahrung gemacht, dass solche Untersuchungen vor allem bei einem Hauskauf in Auftrag gegeben werden. „Im Bestand wird das seltener gemacht“, sagt er.

Quelle: RP

 
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