Rheinberg: Poller – Entscheidung vertagt
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008Rheinberg (RPO). Zahlreiche Anlieger des Neubaugebietes Am Alten Graben kamen gestern Abend zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ins Stadthaus. Stadt muss jetzt einen Prüfauftrag erledigen.
Außengastronomie
Von allen Fraktionen positiv aufgenommen wurde die Bauvoranfrage zur Errichtung einer Außengastronomie auf dem Rheindeich in Orsoy.
Das sei ein wesentlicher Baustein im Tourismuskonzept, ein wichtiger Schritt, hieß es.
Die Grünen plädierten für ausreichend Stellplätze für Radfahrer.
Wie zu erwarten, war der Zuschauerraum bei der Bau- und Planungsausschusssitzung im Stadthaus gestern Abend rappelvoll. Anlieger des Neubaugebietes (RP v. 23. 1.) Am Alten Graben wollten wissen, ob es nun zu der von ihnen geforderten Abpollerung kommt oder nicht. Nun, die Entscheidung wurde vertagt, weil der Verwaltung nach Antrag durch die CDU-Fraktion der Prüfauftrag erteilt wurde, ob eine „Pollerung“ überhaupt rechtlich zulässig ist.
Zu Beginn der Sitzung brachte Werner Plückelmann als Sprecher der Anlieger die Argumente vor, die für eine endgültige Abbindung der Straße sprechen. Befürchtet wird, dass der Alte Graben zu einer Durchgangsstraße wird – eine Gefahr für die spielenden Kinder dort. 75 Unterschriften seien gegen die durchgängige Verbindung gesammelt worden.
Bedauern über Fehlinformation
Der Beigeordnete Klaus Henne bedauerte, dass es zu einer Fehlinformation sowohl in der Bürgerversammlung als auch im Bauausschuss gekommen sei, wonach Poller errichtet werden sollten; der Rat habe eindeutig eine durchgehende Straße beschlossen. Die Straße werde wie eine Spielstraße ausgebaut, die mit maximal sieben Stundenkilometer befahren werden dürfe. Ein Präzedenzfall dürfe hier nicht geschaffen werden, gegenseitige Rücksichtnahme sei gefragt. Henne riet von einer Absperrung ab, ein Kompromiss könne die Aufpflasterung sein.
Im Prinzip schlossen sich die Fraktionen den Ausführungen der Verwaltung an, bedauerten die Fehlinformation an die Bürger. Die Grünen könnten sich vom Durchgangsverkehr verabschieden, wenn eine Lösung fürs Rückwärtsrangieren (von größeren Fahrzeugen) gefunden würde. Insgesamt war man sich dann aber einig, auf die Stellungnahme der Verwaltung zu warten.
„Große Zustimmung“
Als „gute Leistung“ wurde von allen Fraktionen die Planung von Dorf- und Spielplatz in Ossenberg angesehen. Jetzt wird die Stadt dazu eine Bürgerversammlung durchführen. Einstimmigkeit herrschte auch bei der Ausbauplanung im Bereich Rheinackerstraße entsprechend der überarbeiteten Planung. Josef Devers (CDU) sprach von „großer Zustimmung“.
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