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Rheinberg: Reichel-Siedlung: Mietern die Angst nehmen

zuletzt aktualisiert: 18.09.2010

Rheinberg (RPO). Als Anfang des Jahres die Investoren erste Zeichnungen der geplanten Sanierung in der Reichelsiedlung vorstellten, hielten viele dies für Visionen. Wer in den letzten Wochen in der Reichelsiedlung war, sieht allerdings, dass schon viel in Bewegung geraten ist und aus Visionen Realität wird.

Dass diese umfangreichen Maßnahmen, die im Übrigen sogar im Internet verfolgt werden können (www.reichelsiedlung.de), nicht ohne Einbindung der Mieter und Vertretung ihrer Interessen möglich ist, liegt auf der Hand. Gerade fand das inzwischen dritte Quartalsgespräch mit den Investoren, Vertretern der Mieterinitiative MIR, der Diakonie und Vertretern der Politik statt. Die SPD ist Ende 2008 angetreten, den Mietern in der Reichelsiedlung zu helfen. Der erste Schritt Anfang 2009 war dann die erfolgreiche Gründung der Mieter Interessengemeinschaft Reichelsiedlung (MIR).

 In Zusammenarbeit mit der Diakonie entwickelten sich daraus die Quartalsgespräche an denen sich inzwischen Vertreter fast aller politischen Parteien beteiligen. In den offenen und lösungsorientierten Gesprächen geht es um die Wahrung der Mieterinteressen und Vermittlung zwischen den Vermietern.  Im jüngsten Gespräch ging es im Wesentlichen darum, den Mietern die Angst zu nehmen und sicherzustellen, dass ihre durch die Sozialcharta abgesicherten Rechte auch bei Umzug innerhalb der Siedlung Bestand haben. Der Aixcellent-Immobilien GmbH & Co. KG gehören die Wohnblöcke in der Eschenstraße 1-17. Zurzeit wird der erste Block saniert, für den zweiten ist die Sanierung im nächsten Jahr geplant. Mit den jetzt dort wohnenden Mietern müssen Absprachen getroffen werden. Schon im letzten Quartalsgespräch haben die Investoren angeboten, die Mieter können entweder in eine der frisch renovierten Wohnungen ziehen und wohnen bleiben, oder aber für die Zeit der Sanierung ihrer eigenen Wohnung ersatzweise eine andere noch nicht sanierte Wohnung innerhalb der Reichelsiedlung beziehen und nach der Sanierung in ihre alte Wohnung zurückkehren.

Im Gespräch gab es jetzt die Zusage, dass für beide Varianten die Investoren die Umzugskosten übernehmen werden. Zudem gab es die Vereinbarung, die Mieter bekommen die getroffenen Vereinbarungen schriftlich und es wird sichergestellt, dass die Sozialcharta für diese Mieter weiterhin Bestand hat. Bis auf wenige haben die meisten Mieter dieser Vorgehensweise zugestimmt, unter der Voraussetzung, sie bekommen die Vereinbarungen schriftlich. In zwei bis drei Fällen konnte bisher keine einvernehmliche Lösung gefunden werden, hier hat die Diakonie angeboten, vermittelnd für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.

Quelle: RP

 
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