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Rheinberg: Rennen, rennen, rennen

VON PETER KUMMER - zuletzt aktualisiert: 17.11.2009

Rheinberg (RPO). Hans Peter Götzen ist Vorsitzender des Trägervereins Alpsrayer Bürgerzentrum. Der Verein betreibt ein Lokal und einen Kindergarten, hat einen Spielplatz und eine Skaterbahn angelegt – und hat jede Menge weiterer Pläne parat.

Hans Peter Götzen am Bürgerzentrum – ein Treffpunkt, ohne den Alpsray kaum mehr denkbar ist. Foto: RPO

Mit dem Ende von Peschkes brach das Vereinsleben im Rheinberger Ortsteil Alspray zusammen. Mit einem Schlag fehlte ein Ort, an dem die Anwohner zusammenkommen konnten. Peschkes stellte mehr als eine Kneipe dar, es war für die Anwohner das – inoffizielle – Bürgerzentrum. Die Schließung vor fast genau 25 Jahren wurde zur Geburtsstunde des Trägervereins Alsprayer Bürgerzentrum, "aus dem nachbarschaftlichen Bedürfnis heraus, einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben", sagt der Vorsitzende Hans Peter Götzen.

Heute hat sich der Verein fast schon zu einem mittelständischen Betrieb mit einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern entwickelt. Zu seinem Angebot auf dem Gelände an der Ecke Alsprayer Straße / Johannes-Lears-Straße, für 99 Jahre in Erbpacht von der Stadt, gehört der 1994 errichtete Kindergarten. 16 (bezahlte und qualifizierte) Mitarbeiter kümmern sich dort um 65 Jungen und Mädchen. Behinderte und nichtbehinderten Kinder spielen und lernen gemeinsam.

Für die Kleinsten der Kleinen

Direkt daneben entsteht der neue Hort für die Kleinsten der Kleinen. Der Bedarf an einen solchen Hortplatz ist riesig, das Angebot aus Kostengründen zwangsläufig begrenzt. Für die zehnköpfige Gruppe investiert der Trägerverein rund 450 000 Euro. Hans Peter Götzen selbst gehört dem Trägerverein seit 15 Jahren an und steht seit 2004 an seiner Spitze. Normalerweise ist er im Schnitt täglich etwa zwei Stunden für den Verein im Einsatz. Wegen des Horts und auch den weiteren Plänen hat sich seine Einsatzzeit aktuell verdoppelt. Dabei kommt dem Trägerverein zu Gute, dass sich der ehemalige Physiotherapeut und Heilpraktiker aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben zurückziehen musste. "Man muss rennen, rennen, rennen", sagt er, unter anderem um mit vielen Behörden und Einrichtungen zu sprechen, um öffentliche Zuschüsse zu bekommen sowie neue Spender und Sponsoren aufzutun. Das könne jemand, der im Arbeitsleben stehe, nicht leisten.

Wenige Meter neben dem Hort steht das jüngst modernisierte Bürgerhaus. Natürlich mit Gastronomie, aber auch mit Räumen für die Vereine. Schützen, Kegler, Sänger, Pumpennachbarschaften gehen hier ihrem Vereinsleben nach. Zum Gelände gehören ferner ein Spielplatz und auf der anderen Straßenseite eine Skaterbahn. Schlag auf Schlag geht es weiter. Noch ist der neue Hort in der Rohbauphase, schon existieren auf dem Reißbrett weitere Pläne. Direkt nebenan soll ein Familienzentrum entstehen. "Wir befinden uns derzeit in der Zertifizierungsphase, um anschließend die Zuschüsse beantragen zu können", berichtet Götzen.

Zeltlager

Das Zeltlager für Kinder hingegen findet alljährlich auf einer Wiese statt. Drei Tage lang heißt es dort Sport, Spiel, Spannung. "Die Veranstaltung ist fast schon legendär", freut sich der Vereinsvorsitzende. Rund 50 Ehrenamtliche wirbeln vor und hinter den Kulissen, um dieses Zeltlager auf die Beine zu stellen. Zehn Euro – und in diesem Betrag ist die Verpflegung enthalten – kostet die Teilnahme. Wohl gemerkt: Zehn Euro für alle drei Tage zusammen, nicht pro Tag.

Quelle: RP

 
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