Rheinberg: Rheinberg in Bewegung
zuletzt aktualisiert: 16.01.2011 - 15:40In der Enni-Night of the Bands wurde die Nacht zum Tag. Zum zweiten Mal pilgerten Nachtschwärmer in Scharen zum großen Musikevent und bewiesen, dass man nicht nur in den Tanztempeln der Party-Metropolen richtig was losmachen kann.
Neun Bands ließen es in neun Kneipen krachen. Von Salsa über Country bis hin zu fetziger Rockmusik war für jeden Musikgeschmack das Passende dabei. Prioritäten zu setzen, war bei der Fülle des Angebots keine schlechte Wahl.
Erstmal aufwärmen„Wir klappern ein paar Kneipen ab und gucken, was so los ist“, sagte Sandra Wisniewski. Die Alpenerin war mit ihrer Clique zum ersten Mal bei der „Night of the Bands“. Zum Aufwärmen trafen sich die Freunde aus Alpen und Rheinberg im Jugendzentrum „Zuff“. In feuerrotem Scheinwerferlicht ließen die „Scharfen Roten Chili Schoten“ mit knallhartem Funk-Rock die Bühne brennen. Der wummernde Bass massierte die Mägen und ging sofort in die Beine. Die chilischarfe Show verlangte nach Durstlöschern, die in Form kühler Getränke durch die Kehlen rannen.
Während sich der Saal im „Zuff“ erst langsam füllte, war im „Schwarzen Adler“ in Vierbaum schon kein Durchkommen mehr. Die Kult-Band „Glam Bam“ machte wie schon im Vorjahr den Anheizer und ließ mit Langhaarperücken und quietschbunten Glitzeroutfits den Glam Rock der 70er Jahre aufleben.
Damen in Petticoats
Noch weiter zurück – in die fünfziger Jahre – reisten „Colly an the Steam Rollers“ im Hotel Rheintor. Für die Rock’n’Roller aus Düsseldorf hatten eingefleischte weibliche Fans sogar ihre Petticoats aus dem Schrank geholt. „Die Musik ist gut, man wippt so richtig mit“, fanden Wolfgang und Elvira Thomsen-Boyens. Das Ehepaar aus Rheinberg hatte sich eine kleine Rundtour durch die Kneipen vorgenommen. „Mal sehen wie weit wir kommen. Im letzten Jahr sind wir in einer Kneipe hängengeblieben“, erzählte Elvira Thomsen-Boyens.
Das Bleiben lohnte sich überall. Die Bands legten sich ins Zeug und boten eine tolle Show. Über mangelnden Besucherzulauf konnten weder die Musiker noch die Gastronomen klagen. „Hier ist richtig was los. Ich finde es sehr schön, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird“, sagte Barbara Kleintges-Topoll aus Wallach, die mit Freunden in den Innenstadt-Kneipen unterwegs war. Vom Großen Markt pendelte ein kostenloser Shuttle-Bus zu den weiter außerhalb liegenden Kneipen.
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