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Rheinberg: Rheinberg radelt

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 07.09.2010

Rheinberg (RPO). Ab morgen treten die Rheinberger drei Wochen lang in die Pedale. Sie wollen sich umweltfreundlich bewegen und können dabei ihrer Stadt wieder bundesweit Profil geben.

Info

Städtewettbewerb

Beim Stadtradeln handelt es sich um einen bundesweiten Städtewettbewerb zu umwelt- und klimaverträglicher Alltagsmobilität.

Im vorigen Jahr ist Rheinberg unter 36 Teilnehmer-Städten, u.a. Frankfurt, München, Nürnberg und Leipzig, mit deutlichem Vorsprung und 126 000 Kilometern Bundessieger geworden.

2010 haben sich 56 Städte angemeldet.

Unter www.stadtradeln.de kann unter Ergebnisse 2010 die aktuelle Wertung abgelesen werden.

Morgen geht's los: Vom 8. bis zum 28. September treten die Rheinberger in die Pedale beim bundesweiten Stadtradeln. Zum geselligen Auftakt organisiert die ADFC-Ortsgruppe eine Feierabendtour, die um 16 Uhr am Stadthaus beginnt und – je nach Wetter – mit einer Pause im Biergarten Hoppmann (Orsoy) zwischen 25 und 30 Kilometer weit führen wird.

Anreiz für die Schulen

Bereits seit Wochen hängen am Ortseingang die Banner, und über 100 Plakate sind in der Stadt verteilt. Momentan werden Fahrradwimpel an die Schulen und Kindergärten verteilt, die sich bereits angemeldet haben: das sind die Grundschulen Borth/Wallach/Ossenberg, St. Peter, Lindenschule Budberg, Förderschule, Realschule, die Kindergärten Flohkiste, St.Maria Himmelfahrt Ossenberg, St. Nikolaus Orsoy. Für die Schulen bietet der KlimaTisch organisatorische Unterstützung an. Als besonderen Anreiz gibt es einen Sonderpreis für die erfolgreichste Klasse).

Derzeit führt in der bundesweiten Gesamtwertung München mit 168 335 Kilometern vor Leipzig (157 845), Weilheim (140 205) und Kaiserslautern (135 955). Bereits bei der Siegerehrung 2009 in Hamburg hatte Bürgermeister Mennicken notwendige 200 000 Kilometern für eine Titelverteidigung durch Rheinberg angekündigt. Und die wollen die Rheinberg in den nächsten drei Wochen auch radeln. Mitmachen darf jeder der in Rheinberg wohnt, arbeitet oder in die Schule geht. Es zählen Radkilometer zur Arbeit, Einkauf, zu Freizeitzielen, Besuchen, Vereinszielen, Dienstfahrten, aber auch Fahrten, die z.B. im Urlaub zurückgelegt werden.

Ziel des Wettbewerbs ist es, wie ein Bürgermeister bei der Gründung des Kreisklimabündnis treffend sagte, "unser Mobilitätsverhalten neu zu denken und dementsprechend zu organisieren". Dafür müssten die Rahmenbedingungen (Radwege, Abstellmöglichkeiten, Verkehrsregelung, Bus- und Bahninfrastruktur wie Preise und Taktzeiten, usw.) geschaffen werden. Auch aus diesem Grunde gebe es beim Wettbewerb Stadtradeln auch eine Wertungskategorie radelaktivstes Kommunalparlament: Denn nur wenn die Politiker selbst aktiv und vorbildlich umweltfreundlich Mobil seien, werde sich insgesamt Mobilität klimafreundlicher gestalten. Also könne und solle in Rheinberg auch die Politik vorbildlich am Stadtradeln teilnehmen – und vielleicht in dieser Kategorie den Bundessieg erringen.

Jeder Radkilometer zählt

Um den Bundessieg von 2009 erfolgreich verteidigen zu können, müssen in Rheinberg alle Kräfte mobilisiert werden. Schulen und Kindergärten, Vereine, Nachbarschaften und vor allem auch Betriebe mit ihren Belegschaften können dazu beitragen. "Es zählt jede Radfahrerin, jeder Radfahrer, jeder Kilometer. Steigen Sie um, fahren Sie doch mal mit dem Rad zum Einkauf, zu Freunden oder zur Arbeit. Mobilisieren Sie Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen zum Mitmachen. Wichtig ist: Sie müssen sich anmelden, registrieren lassen", sagt die Stadt. Das geht im Internet unter www.stadtradeln.de, per mail unter radeln@rheinberg.de, oder telefonisch bei Tanja Karlinger unter 02843 171284.

Quelle: RP

 
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