Rheinberg: Rheinberger auf Platz 3
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 04.10.2010Rheinberg (RPO). Die Anstrengung hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. In der bundesweiten Auswertung hat Rheinberg mit 141 336 Radkilometern Weilheim im Endspurt noch überholt und steht zurzeit auf dem Siegertreppchen.
Der Marktplatz war gestern Treffpunkt für alle radbegeisterten Rheinberger, die sich an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" beteiligten. Die Ergebnisse lagen vor und konnten ausgiebig kommentiert werden. Auf Platz eins bleibt erwartungsgemäß München mit 168 335 Kilometern, gefolgt von Leipzig mit 157 845 Kilometern. Da die Rheinberger noch 1688 Kilometer nachgemeldet hatten, veränderte sich das Gewinnerfeld: Sie überholten im Endspurt Weilheim und liegen nun auf Rang drei. Weitere Kilometer können noch bis Dienstag nachgemeldet werden.
Es ist härter geworden
Jens Harnack, Stabsstelle Nachhaltigkeit im Stadthaus, wichtet das Ergebnis aus unterschiedlichen Perspektiven. "Im letzten Jahr ist uns als Bundessieger der Überraschungscoup gelandet", meint er. In diesem Jahr sind deutlich mehr Teilnehmer an den Start gegangen "und die haben sich unsere Organisation zum Vorbild genommen. Es ist einfach härter geworden."
Kopfsache
Radfahren macht Spaß und sorgte in Rheinberg für eine Einsparung von über 20 109 Kilo CO2. Jens Harnack: "Eine tolle Sache. Sie hat das Thema in die Köpfe der Leute gebracht."
Deutlich sei geworden, dass auch die lokale Politik für andere Rahmenbedingungen der Fahrradfahrer sorgen muss mit mehr Sicherheit und deutliche Führung auf den Wegen.
Rheinbergs tägliches innerstädtisches Pkw-Aufkommen mit 5000 Fahrzeugen sei halbierbar.
Rheinbergs Ziel war es, mit vereinten Kräften die 200 000-Kilometermarke zu knacken. Der Süden Deutschlands legte aufgrund der frühen Ferienzeiten die Kilometer vor. "Wir hatten eine Orientierung. Ich glaube, unser gestecktes Ziel ist schaffbar. Aber wir hatten mehrere Regentage. Ich erinnere nur an den völlig verregneten Tag der Regionen in Orsoy. Wir haben 10 bis 15 000 Kilometer durch Regentage verloren", vermutet Harnack. Aber im Ergebnis sei er mit der Gesamtsumme "sehr, sehr zufrieden". Bemerkenswert findet Harnack das Ergebnis der Betriebe, allen voran Solvay mit 10 162 Kilometern. "Daran sehen wir, dass Unternehmen es schaffen, ihre Mitarbeiter zu mobilisieren." Harnack sieht in der Aktion Stadtradeln weitere Vorteile. Die Gemeinschaft untereinander sei gestärkt worden, der Teamgeist geweckt, die Aktion Stadtgespräch.
Beachtlich fällt wieder das Ergebnis der KFD St. Anna aus, die mit gut 50 Teilnehmerinnen 12 379 Kilometer erradelte. "Uns hat die Aktion angespornt", meint Maria Janßen (KFD). Alles wurde neben den gemeinsamen Ausflügen mit dem Rad gemacht. "Fast jeden Tag sind wir geradelt." Dass die KFD wieder den ersten Platz in der Kategorie Vereine/Organisation machte, freut alle. "Das werden wir natürlich auch feiern."
Was kommt nun?
Berechtigt ist die Frage, was im nächsten Jahr kommt, "denn das Projekt war nur auf drei Jahre ausgerichtet. Überall wird gespart", meint Tanja Karlinger, Mitarbeiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit. Immerhin haben in diesem Jahr 30 Kommunen mehr teilgenommen. Ein deutliches Signal, wie sie meint. Jens Harnack sieht durchaus Chancen, dass es im nächsten Jahr weitergeht. Eventuell mit einer regionalen oder kreisweiten Aktion. "Wir hoffen auf die Fortsetzung. Wir starten dann vor den Sommerferien. Es ist die beste Art, für das Fahrradfahren zu werben."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
