Alpen: Rohbau ist schon fast fertig
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 19.12.2009Alpen (RPO). Wegen Frost und Feiertagen steht die Alpener Rathaus-Baustelle vorübergehend still. Aber bereits Ende Januar soll Richtfest für den Neubau gefeiert werden. Im Herbst 2010 soll die künftige Heimat der Verwaltung fertig sein.
Der Rohbau des Alpener Rathaus-Neubaus ist schon weit gediehen. Auf der oberen Etage fehlt noch die Decke – aber man kann schon ganz hervorragend erkennen, wie sich das Gebäude an der Rathausstraße später einmal ins Bild fügen wird. "Ursprünglich hatten wir gehofft, noch vor Weihnachten Richtfest feiern zu können", sagte gestern Bürgermeister Thomas Ahls. Weil aber der Altbau unterfangen werden musste, habe man etwas Zeit verloren. "Und jetzt kam noch der Frost dazu", so Ernst-Werner Overhage, geschäftsführender Gesellschafter der Xantener Baufirma TriTec, die als Generalunternehmen für den Naubau auftritt. "Bei Frost kann man nicht mauern. Aber auch wegen der bevorstehenden Feiertage werden wir wohl erst Mitte Januar weitermachen." Dann soll relativ schnell der Dachstuhl aufgesetzt werden.
Alpener Unternehmen beteiligt
Ein Glasbild fürs Foyer
Auch Kunst am Bau wird beim Rathaus-Neubau realisiert: Künstlerin Brigitte Böckmann-Jennen aus Bönninghardt gestaltet ein dreimal drei Meter großes Glasbild, das im neuen Foyer hängen wird.
Im hinteren Bereich des Rathauses wird es einen offenen Lesegarten geben (eine Art Mini-Amphitheater), dort ist im Zuge der Initiative Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eine Beleuchtung geplant.
Auch die offizielle Einweihung des Rathaus-Neubaus ist in diesem Zusammenhang geplant: als Beitrag zur Reihe "Local Heroes" wird es im Dezember einen Tag der offenen Türe mit vielen Beiträgen und Beteiligten geben.
Fenster, Lüftung, Dachdecker-, Mauer-, Beton-, Elektro-, Heizungs- und Sanitärarbeiten – diese Gewerke hat die TriTec GmbH bereits vergeben. Aus Alpen haben die Firmen Hermann Janßen Tiefbau, H+S Luft- und Klimatechnik, Zimmererbetrieb Gesthuysen sowie Heizung/Sanitär/Elektro Tooten den Zuschlag bekommen. Overhage: "Noch nicht vergeben sind die Gewerke Estrich, Naturstein, Putz, Fliesen, Trockenbau, Maler, Tapezieren und Schlosserei."
Bleiben die Alpener im Plan, so wird der Neubau im September 2010 fertig sein. Thomas Ahls: "Dann können die Mitarbeiter aus dem Rathaus bzw. aus der Bauverwaltung im Nebengebäude in den Naubau ziehen, so dass danach mit der Sanierung des Altbaus begonnen werden kann." Mitte 2011 soll dann der symbolische Schlüssel übergeben werden.
Mit der Fertigstellung der Außengestaltung, darauf verwies gestern Bauamtsleiter Ulrich Geilmann, sei bereits Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Ebenfalls positiv: Die Grundstücksfragen sind geklärt. Um hinter dem Rathaus künftig ebenso viele Stellplätze anbieten zu können wie bisher, musste die Gemeinde einen etwa fünf Meter breiten Streifen der Burgstraßen-Gärten zukaufen.
Ausgeklügelte Steuerung
In technischer Hinsicht wird das neue Rathaus ein High-Tech-Gebäude. Thomas Ahls: "Die Baukommission hat entschieden, in ein ausgeklügeltes Steuerungssystem zu investieren. Was u.a. bedeutet: Öffnet ein Mitarbeiter in seinem Büro ein Fenster, senkt die Heizung die Temperatur automatisch ab. Oder: Auf einem Monitor kann der Hausmeister erkennen, ob alle Fenster geschlossen sind.
Das Rathaus wird mit einer Holz-Pellets-Heizung ausgestattet, die Gasheizung bleibt für die Spitzenlast weiterhin in Betrieb. Das Gebäude wird barrierefrei angelegt sein, die neu entstehenden Flachdächer werden begrünt.
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