Rheinberg: Schönes Abschiedsgeschenk
VON JESSICA RÖSNER - zuletzt aktualisiert: 10.05.2010Rheinberg (RPO). Die Auflösung der Katholischen Grundschule Ossenberg ist beschlossen. Dank des Fördervereins der Schule fand jetzt ein Zirkusprojekt für 96 Jungen und Mädchen statt. "Manege frei!" mit Artisten, Jongleuren und Fakiren.
OSSENBERG Bald wird die katholische Grundschule in Ossenberg wegen Schülermangel aufgelöst; der Ratsbeschluss dazu ist bereits gefasst. Damit den Kindern trotzdem noch schöne Erinnerungen an die letzten Monate und Jahre bleiben, widmete sich die Schule mit der Unterstützung des Fördervereins einem letzten besonderen Projekt. Vier Tage lang hieß es auf dem Schützenplatz "Manege frei" für die 96 Grundschüler (die RP berichtete).
In nur vier Tagen
Mit Hilfe des "Circus for Kids – Rondel" wurden innerhalb von vier Tagen aus Schülern überzeugende Clowns, Akrobaten, Fakire und Tierdompteure. Durch viele tatkräftige Eltern und dem zwölfköpfigen Team des Circus Rondel wurde das Zirkuszelt errichtet, in dem geprobt und die Galavorstellung am Ende der Woche präsentiert wurde.
Auf den dicht besetzten Rängen freute sich auch Schulleiterin Monika Wolters auf die Aufführung: "Zum Schluss machen wir noch mal richtig Zirkus" – und sie verriet "es wird spannend, ich habe die Generalprobe gesehen, da wurde mir manchmal ganz anders". Kein Wunder, denn es folgten zwei Stunden mit aufregenden akrobatischen Einlagen, Purzelbäumen, Rädern, Handständen und Saltos.
Stets mittendrin: Ramon Ortmann und sein Bruder René vom Circus Team. Sie hatten nicht nur ein Auge auf ihre Schützlinge, sie waren auch Teil vieler Nummern, ohne dabei den Kids die Show zu stehlen. "Die Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt", so René Ortmann, auch nach 16 Jahren sei es für ihn immer wieder faszinierend, wie schnell diese über sich hinaus wachsen würden.
"Erst war ich natürlich etwas aufgeregt, aber dann hat die Aufführung richtig Spaß gemacht", so Jana Möbius (10), die von einem Trampolin durch einen Reifen sprang und eine Flugrolle präsentierte. Jonas Schwark jonglierte neun Teller auf Stäben, drei davon hielt er mit dem Mund, "die Proben liefen total gut, ich konnte die Jonglage schon nach einer Stunde", so der Zehnjährige.
Enrico Artz (11) war einer der mutigen Fakire, die sich mit dem nackten Bauch auf ein Nagelbrett legten, "das tut gar nicht weh, man muss bloß die richtige Atemtechnik anwenden", erzählte er nach dem Auftritt, "trotzdem bin ich jetzt erleichtert, dass alles gut geklappt hat".
Drei Piraten
Wie die Profis vollführten auch die drei Piraten Janik Riedel (8), Nico Schettkat (9) und Lukas Anton (9) ihre Kampfeinlage. Wie es Nico heil aus der mit Schwertern durchbohrten Kiste schaffen konnte verriet er allerdings nicht – Zirkus-Ehre eben. Zum Schluss hielten alle noch mal den Atem an, als sich die kleinen Akrobatinnen mit einer Schaukel in die Lüfte zogen ließen und dort an den Händen von René Ortmann akrobatische Figuren zeigten. "Einfach super", so die Schulleiterin abschließend, "dank des Fördervereins konnten die Kinder gemeinsam etwas erleben, an das sie noch lange denken werden".
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