Alpen: Scholten schließt überraschend
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 04.01.2010Alpen (RPO). Andreas Scholten gibt Bäckerei, Konditorei und Café an der Burgstraße 16 in Alpen auf. Dabei handelt es sich um das Stammhaus des 1886 gegründeten Betriebs. Filialen in Alpen, Moers und Xanten bleiben vorerst bestehen.
Die Nachricht verbreitete sich am Wochenende in Alpen wie ein Lauffeuer: Zum Jahreswechsel hat die traditionsreiche Bäckerei und Konditorei Scholten an der Burgstraße geschlossen. Eine Nachricht, die für die meisten Alpener völlig überraschend kam und entsprechend für Irritation sorgte.
"Aus wirtschaftlichen Gründen" habe er Bäckerei und Café aufgegeben, sagte Andreas Scholten, Inhaber des Betriebs, am Sonntag auf Anfrage der RP. Die Filialen im Alpener Plus-Markt, an der Neustraße in Moers, an der Ringstraße in Menzelen-Ost und in Xanten an der Heinrich-Lensing-Straße und auch der seit ca. 20 Jahren bestehende zentrale Bäckerei-Betrieb an der Weseler Straße im Alpener Gewerbegebiet sind von der Schließung nicht betroffen und bleiben geöffnet – "zunächst", wie Andreas Scholten andeutete. Wie es am Standort Burgstraße weitergehe, könne er noch nicht sagen.
Absolut überraschend
Dem Vernehmen nach soll die Schließung der Bäckerei und des Cafés auch für die betroffenen Mitarbeiter absolut überraschend gekommen sein.
Angeblich haben sie erst am letzten Arbeitstag erfahren, dass sie im neuen Jahr nicht mehr weiterbeschäftigt werden.
Die Bäckerei und Konditorei Scholten ist ein Alpener Traditionsbetrieb. Im Jahre 1886 wurde das Geschäft am bisherigen Standort Burgstraße 16 im Herzen von Alpen eröffnet. Erst die Bäckerei, später kam das Café dazu. Andreas Scholten (48) übernahm den Betrieb vor einigen Jahren von seinen Eltern Franz und Dorothea und führt ihn in vierter Generation in Familienhand.
Andreas Scholten beschäftigte zeitweilig 16 Festangestellte und 20 Aushilfskräfte; zudem bildete er stets junge Bäcker aus. Andreas Scholten investierte immer wieder in die technische Ausstattung des Betriebs – in den vergangenen Jahren z.B. in eine automatische "Brötchenstraße", die allein rund 100 000 Euro gekostet hat.
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