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Rheinberg: Schul-Start mit vollen Segeln

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 31.05.2007

Rheinberg (RPO). Schulausschuss hofft auf Stärkung der Hauptschule Rheinberg, wenn im Sommer der Ganztagsbetrieb beginnt. Im Ausschuss wurden über 1350 Unterschriften für den Erhalt des Standortes Borth übergeben – doch das ist chancenlos.

Chantal Ullrich, Marcel Griß, Frederic Ole Frenzel und Marvin Funke (v.l.) von der Hauptschule Borth brachten gut 1350 Unterschriften mit.  Foto: RPO
Chantal Ullrich, Marcel Griß, Frederic Ole Frenzel und Marvin Funke (v.l.) von der Hauptschule Borth brachten gut 1350 Unterschriften mit. Foto: RPO

Chantal und Marcel, Frederic und Marvin hatten gestern über 1350 Unterschriften ins Rheinberger Stadthaus mitgebracht – und alle stellten sich hinter die Forderung, die Borther Hauptschule zu erhalten. Gleich nach der Übergabe an Bürgermeister Hans-Theo Mennicken mussten die jungen Schüler und ihre Mütter hören, dass sie keinen Erfolg haben werden: Die Hauptschulen von Rheinberg und Borth sind zusammen gelegt und werden auf Dauer nur am Standort Dr. Aloys-Wittrup-Straße fortgeführt.

Bürgermeister Mennicken erinnerte daran, dass diese Konzentration aufgrund der drastisch sinkenden Schülerzahlen notwendig geworden war und bereits im vorigen Jahr vom Stadtrat beschlossen wurde. Dabei werde der gemeinsame Weg durch einstimmige Beschlüsse beider Schulkonferenzen getragen, berichtete CDU-Ratsherr Wolfgang Fillers: „Da ist nichts selbstherrlich beschlossen worden – alle waren eingebunden.“ Zur Zusammenlegung habe es schlechterdings keine Alternative gegeben, unterstrich Klaus Bechstein – und selbst so sei der Bestand der Hauptschule in Rheinberg noch nicht gesichert. Bechstein: „Wenn die Anmeldezahlen weiter sinken, bleibt nur noch eine Verbundschule mit der Realschule – und das hätte man vom Standort Borth aus nicht verwirklichen können.“

Aber so weit muss es nicht kommen – denn Politik und Verwaltung erhoffen sich unisono, dass die Hauptschule im Sommer mit vollen Segeln ihre Ganztagsarbeit beginnen wird. Dass Rheinberg unter mehr als 500 Schulen dafür ausgesucht wurde, sei nicht von vornherein selbstverständlich gewesen. Nun gehe es darum, auch in der Aufbauphase das nötige Personal bereit zu stellen. SPD und Grüne waren bereit, dafür auch städtisches Geld locker zu machen.

Info

„Zeit lassen“

Der Ganztagsbetrieb in der Rheinberger Hauptschule wird im Schuljahr 2007/8 beginnen.

Er wird nach und nach eingeführt, beginnend mit der neuen Klasse 5.

„Zeit lassen“ – das war der Rat, den Schulamtsdirektorin Christa Banisch gestern für die Aufbauphase gab.

Denn nur was die selbst noch zusammen wachsende Schule selbst als pädagogisches Konzept erarbeite, sei letztlich tragbar für alle.

Quelle: RP

 
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