Rheinberg: Sicher bei der Themensetzung
VON SASSAN DASTKUTAH - zuletzt aktualisiert: 23.01.2012Rheinberg (RP). Beim gut besuchten Neujahrsumtrunk zeigten sich die Rheinberger Sozialdemokraten zufrieden mit der politischen Bilanz des vergangenen Jahres. Bei Amazon und der Gemeinschaftsschule habe die SPD stark mitgewirkt.
Beflügelt von einem erfolgreichen 2011 geht die SPD-Rheinberg ins neue Jahr. Beim gut besuchten Neujahrsumtrunk der Genossen im Hotel Rheintor zog Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Madry auf Nachfrage der RP eine positive Bilanz: "Wir sind sehr zufrieden mit der politischen Arbeit. Wir haben letztes Jahr viel erreicht." Highlights seien natürlich die Ansiedlung von Amazon und DHL sowie die Errichtung der Gemeinschaftsschule gewesen. Projekte gewesen, an denen die SPD-Rheinberg in der Gesamtheit stark mitgewirkt habe.
Auch Landrat Dr. Ansgar Müller und der Staatssekretär im NRW-Innenministerium, Dr. Hans-Ulrich Krüger, kamen zum Neujahrsumtrunk. "Ich finde, dass die Rheinberger SPD ein hohes Maß an Sicherheit bei der Auseinandersetzung mit politischen Themen beweist", lobte Dr. Müller. Vor allem bei so schwierigen ethischen Fragen wie der Biogasanlage auf dem Solvay-Gelände seien die SPD-Politiker professionell gewesen.
Ehrungen
Beim Neujahrsumtrunk in Rheinberg wurden Klaus Lorenz, Karl Lerch und Klaus-Dieter Henne wurden für 40-jährige SPD-Mitgliedschaft geehrt.
25 Jahre gehören Gisela Woch, Monika Nowak und Rainer Kranebitter zu den Sozialdemokraten.
Wie in den vergangenen Jahren wurden wieder Jubilare geehrt. Madry lud ein zum Rückblick in die Geschichte: "1961 wurde die Berliner Mauer gebaut, Gagarin war der erste Mensch im All, in Rheinberg wurde in der Jahresversammlung Günther Schwenzer zum 1. Vorsitzenden gewählt – und Friedhelm Woch trat in die SPD ein." Dafür erhielt er am Samstag die goldene Ehrennadel und eine Urkunde. Der heute 69-jährige Woch fand damals zu den Sozialdemokraten, weil schon sein Vater in der Partei war. "Er ist sogar während der NS-Zeit in der SPD geblieben, obwohl er dadurch seine Arbeit verlor und andere Probleme bekam", schilderte Woch.
Auch in der Gewerkschaft sei sein Vater Rudolf gewesen. "Durch ihn wurde ich sozial geprägt". Seine ersten politischen Schritte machte Woch als stellvertretender Vorsitzender bei den Jungsozialisten in Homberg. "Später habe ich aber keine politischen Ämter mehr übernommen, weil ich mich mehr auf meine Familie und meine Arbeit konzentriert habe", so der verheiratete, gelernte Maschinenbautechniker, der zwei Kinder und zwei Enkel hat. 1997 gründete er den Diabetikertreff in Rheinberg.
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