Rheinberg: Unbekannter drängt Gehbehinderte in strömenden Regen
zuletzt aktualisiert: 25.11.2009Rheinberg (RPO). Den stürmischen Montagabend wird Simone Peetz-Renner gewiss so bald nicht vergessen – wurde sie doch buchstäblich im strömenden Regen stehen gelassen. Was die stark gehbehinderte Rheinbergerin am Grünstreifen vor dem Edekamarkt an der Bahnhofstraße erlebte, schilderte ihr Sohn am Dienstag der Rheinischen Post.
Gegen 18 Uhr habe seine Mutter auf ihrem "Shop-Rider", einem elektrisch betriebenen Mobil, mit ihrem Hund nach einem schnellen Einkaufen den Heimweg antreten wollen, als sich ihr ein wild mit dem Schirm gestikulierender Mann in den Weg stellte. Heftig habe der Unbekannte die Frau beschimpft, weil sie ihren Hund vor dem Geschäft angeleint hatte – dies sei Tierquälerei. So wie der geschätzt 40- bis 45-jährige Mann auch weiterhin aufgetreten sei, habe seine Mutter panische Angst gehabt.
Aufgrund ihrer Gehbehinderung habe sie aber nicht weg gehen können, sondern total durchnässt im Regen stehen müssen. Andere Kunden seien zu der Zeit nicht aus dem Laden gekommen; das Verkaufspersonal hat, so ergab eine Rückfrage der RP, von dem Vorgang nichts bemerkt. Erst als der Unbekannte letztlich weiter gegangen war, habe eine andere Frau die 49-Jährige angesprochen weil sie vermutete, dass sie mit ihrem "Shop-Rider" im Grünstreifen stecken geblieben war.
Gestern schilderte die Rheinbergerin den Vorgang auch dem Ordnungsamt und der Polizei. Sie bittet Zeugen um Hinweise an die Polizei.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
