Rheinberg: Wo sich Sonnenenergie in Rheinberg rechnet
zuletzt aktualisiert: 02.02.2012Rheinberg (RP). Rheinberg ist 76 Quadratkilometer groß. Das war bekannt. Seit Mittwoch Abend ist klar: Auf etwas mehr als einem Kilometer dieses Stadtgebietes ließen sich Solaranlagen betrieben, wo immerhin acht Prozent der in Rheinberg verbrauchten Energie zu "ernten" wären.
Das würde rund 52 000 Tonnen des "Klimakillergases" CO2 einsparen – es müssten allerdings rund 350 Millionen Euro investiert werden. Eine schier schwindelerregende Dimension.
Mit diesen Zahlen machte Dorothea Ludwig am Mittwoch Abend den Rheinberger Umweltausschuss vertraut. Ihr Unternehmen Syscom stellt gerade das Solarpotenzialkataster fertig, das für Rheinberg und für Alpen gleichermaßen aufzeigt, auf welchen Dächern die Nutzung der Sonnenenergie wirtschaftlich Sinn macht.
Die Basisdaten ermittelte ein Flugzeug, das mit einem Laserscanner ein Oberflächenmodell des Stadtgebietes in drei Eignungsklassen ermöglichte; das zeigt nun Dächer, die sich "sehr gut" für Solarnutzung eigenen, andere sind "gut", weitere "bedingt" geeignet. Das ist zum einen für eine übergeordnete Analyse interessant: "So lässt sich ganz schnell abfragen, wo es große Flächen mit großem Potenzial gibt", erläuterte Dorothea Ludwig.
Genauso leicht ist auch der Blick ins Detail: Auf der Internetseite des Solardachpotenzialkatasters, die voraussichtlich ab Montag an über die Homepage der Stadt Rheinberg zu erreichen ist, kann auch der private Hauseigentümer seine Chancen bei der Sonnennutzung ausloten. Man baucht nur die eigene Adresse einzugeben, und schon wird deutlich, in welche Eignungsklasse das Dach der eigenen Immobilie sortiert werden kann.
Ein paar Klicks weiter zeigt sich sogar, ob eine eigene Solaranlage – egal ob Photovoltaik oder Solarthermie – dann auch tatsächlich wirtschaftlich ist. Die für die Berechnung notwendigen Daten wie Modulpreise oder Einspeisevergütung sind im Rechenprogramm voreingestellt. Sie werden kontinuierlich aktualisiert, können aber auch von Nutzern durch eigene Kalkulationsdaten ersetzt werden.
Wer am Ende zum Ergebnis kommt, dass er die Solarkraft anzapfen möchte, findet in einem weiteren Programmmodul auch eine Liste von Handwerkern, die bei der Verwirklichung dieses Planes helfen können.
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