Rheinberg: Zaubern – das ist Kunst
VON WALTRAUD LINKE - zuletzt aktualisiert: 22.06.2010Rheinberg (RPO). Die magische Show in der Scheune des Landhauses Gietmann trug nicht von ungefähr den Titel "Die Prüfung": Timon Krause und Giovanni Alecci sind nun im Kreis des Magischen Zirkels aufgenommen.
Veen "Lassen Sie sich von der Wunderwelt der Magie begeistern", überschrieben Annette und Willy Gietmann die Einladung zum zauberhaften Programm auf der Kleinkunstbühne in der Scheune vom Landhaus Gietmann. Gestaltet wurde der Nachmittag von einem humorvollen Bauchredner, einem mystischen Mentalmagier und blitzschnell agierenden Zauberkünstlern. Das Publikum war begeistert, bedankte sich mit herzlichem Applaus. Bei so manchem magischen Trick war fassungsloses Erstaunen angesagt.
Die magische Show trug aus einem besonderen Grund mit dem Titel "Die Prüfung": Zwei Nachwuchsakteure absolvierten während der Live-Show den praktischen Teil ihrer "Zauberlehrlings-Prüfung". Bis zum Ende der Show, die von Stefan Babic versiert moderiert wurde, wussten nur die drei Juroren, wer als Aufnahmeprüfling mit einer besonders großen Portion an Lampenfieber zu kämpfen hatte.
Erst die Theorie
Für die beiden angehenden Zauberkünstler begann der Tag bereits mit einer theoretischen Prüfung.
Dabei galt es, Fachfragen aus der Geschichte der Zauberei wie auch aus der Zauberkunst der Neuzeit zu beantworten.
Abgerundet wurde die Prüfung mit dem praktischen Teil im Programm.
Humorvoll
So erlebte alle zunächst den humorvollen Holländer, Pit van Dangen, der seit dem vorigen Jahr Mitglied des Magischen Zirkels ist. Er angelte Münzen aus der Luft, sammelte sie in einem silbernen Sektkühler. Der 16-jährige Timon Krause, Geburtstagskind an diesem Tage, widmete sich der mentalen Zaubermagie: "Musik und Philosophie zählen zu meinen Hobbys", erklärte der Nachwuchsmagier, der mit der Kunst des Gedankenlesens brillierte.
Gastgeber Willy Gietmann entfachte im Publikum wahre Lachsalven, als er mit Karlchen, dem Schneehasen, Impressionen aus seinem reichhaltigen Bauchredner-Repertoire präsentierte. Besonders amüsant war seine Nachhilfestunde im Bauchreden, das er mit einigen seiner Gäste veranstaltete. Magic & Comedy überschrieb Giovanni Alecci sein Künstlerprogramm. Zusammen mit Timon Krause wurde er später von der Jury ausgezeichnet – beide hatten ihre Aufnahmeprüfung bestanden und sind nun offiziell im Magischen Zirkel aufgenommen. Als versierte Juroren beobachteten Jürgen W. Urban, Bernhard Hansen und Klaus Stahlberger die beiden Newcomer. "Ich bin von den beiden begeistert, die Vorstellung war grandios", resümierte Jürgen W. Urban.
Strahlende Augen
Und was fasziniert einen 16-jährigen Gymnasiasten an der Zauberei? Timon Krause stammt aus Anholt und bekam als Achtjähriger seinen ersten Zauberkasten geschenkt. "Erst mit 12 Jahren habe ich mich richtig dafür interessiert, seitdem bin ich davon fasziniert. Es ist wunderbar, wenn man miterlebt, mit welchen strahlenden Augen mit kindlichem Ausdruck die Erwachsenen die Zaubertricks betrachten", resümierte er.
Diese Kunst stehe im Widerspruch zur aufgeklärten und technologischen Welt – alles sei erklärbar oder messbar, nur die Magie nicht. Zaubern sei die Kunst, Illusionen entstehen zu lassen, die durch Tricks und Kommunikation mit dem Betrachter zustande kommen.
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