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Rheinberg: Zur WM nach Florida

VON JAN VERRES - zuletzt aktualisiert: 05.03.2009

Rheinberg (RPO). Für die beiden Cheerleaderinnen Susanne Blümlein (18) und Sarah Schmitt (17) aus Rheinberg geht ein Traum in Erfüllung: Sie haben sich mit den "Red Angels" knapp vor ihrer Konkurrenz qualifiziert.

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Eine Woche länger

Für die Schülerinnen des Amplonius Gymnasiums heißt die Reise zur Weltmeisterschaft eine Woche länger Ferien, aber auch das Versäumen von Unterricht.

"Wir verpassen schon Lernstoff, aber dabei sein ist in diesem Fall wirklich alles", sagen beide – "viele träumen ein Leben lang von Amerika – und wir sind bald da".

"Für mich geht ein Traum in Erfüllung, ich wollte schon immer nach Amerika", strahlt Sarah Schmitt (17) voll Vorfreude. Susanne Blümlein (18) freut sich ebenfalls auf das bevorstehende Erlebnis Vereinigte Staaten. Die beiden jungen Rheinbergerinnen fliegen aber nicht einfach ohne Grund über den Atlantik. Zusammen mit ihrem Verein, den Red Angels Cheerleaders Kamp-Lintfort, sind die Schülerinnen 2007 Deutscher Meister im Cheerleading geworden und haben sich so für die Weltmeisterschaft in Orlando, Florida qualifiziert. Bei der Deutschen Meisterschaft 2008 in Dresden gewannen sie nur sehr knapp vor der Konkurrenz.

Eine Riesen-Überraschung

"Das war eine Riesen-Überraschung, keiner von uns hat damit gerechnet. Es ist viel schief gelaufen, aber wir haben am Ende trotzdem gewonnen", erzählt Susanne glücklich, "Jetzt sind wir total gespannt auf die Weltmeisterschaft". Trotz aller Vorfreude sind die Erwartungen für ein erfolgreiches Abschneiden eher bescheiden. "Wir freuen uns einfach riesig, dabei zu sein und neue Erfahrungen sammeln zu können. Gewinnen werden wir wohl nicht, in Amerika ist Cheerleading viel größer", meint Sarah und hofft darauf, sich bei anderen Teams einige neue Techniken abgucken zu können.

Seit zwei Jahren wird trainiert

Mit ihrer Mannschaft, den "Red Angels" trainieren Sarah und Susanne seit über zwei Jahren. "Wir studieren immer neue Programme ein, lernen neue Stunts und Motions und versuchen auf ein höheres Level zu kommen", erklärt Sarah ihren Sport. "In den ganzen Filmen werden immer nur die Vorurteile dargestellt – kurze Röcke, Pompons und ein bisschen Tanz. Es ist viel mehr als das", ist sie empört über die kaum vorhandene Anerkennung von Cheerleading. "Selbst von der Weltmeisterschaft bekommt man nichts mit".

Derzeit steht für Sarah und Susanne eine harte Vorbereitung an, drei Mal pro Woche haben sie Training, damit im Sonnenstaat Florida das Programm klappt. Ihre Reise nach Orlando, wo im Disneyland der Wettbewerb stattfinden wird, müssen die Nachwuchssportlerinnen aus eigener Tasche bezahlen. "Wir haben durch einige Auftritte und Sponsoren Geld gesammelt, aber den größeren Teil zahlen wir selbst", verrät Susanne, "Ich nehme dafür mein komplettes Geburtstagsgeld". Bei Sarah steht die Finanzierung noch nicht ganz. Trotz des großen Eigenanteils treten alle "Red Angels" die Reise an. "Wir sind alle mit dabei und machen eine Riesenparty", freuen sich beide auf die Zeit vom 22. bis 30. April in Florida.

Quelle: RP

 
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