Wesel: 130 Gäste übten in Wesel
zuletzt aktualisiert: 12.03.2007Wesel (RPO). Dicker Rauch steigt zwischen den Bäumen hoch. Ein alter Kesselwagen der Bahn hat Feuer gefangen, der Qualm ist unerträglich dicht. In Sekunden rückt ein Feuerwehrwagen nach dem anderen an. Schnell werden die Schläuche ausgerollt und Masken aufgezogen, denn die Profis haben erkannt: Hier ist Gas im Spiel. Vorsichtig nähern sie sich den Schienen, versuchen, den Wagen zu kühlen und Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Was so erschreckend echt klingt, war die erste Übung von vier Szenarien, die Feuerwehren aus Remscheid, Solingen und Wuppertal am Samstag auf dem THW-Gelände Kanonenberge in Wesel probten. 130 Einsatzkräfte aus Berufs- und freiwilligen Feuerwehren trafen sich, um Großeinsätze mit unbekannten Kollegen zu proben.
„Im Regierungsbezirk einzigartig“
„Ein Übungsplatz wie dieser ist im gesamten Regierungsbezirk einzigartig“, sagt Hans-Jürgen Bosch von der Bezirksregierung Düsseldorf über das THW-Gelände Kanonenberge. Der Diplom-Jurist ist für den Katastrophenschutz am Niederrhein zuständig und schätzt die Möglichkeit, „üben zu können ohne was kaputt zu machen.“ Es werde für die Feuerwehren immer wichtiger, Großeinsätze mit fremden Kollegen zu proben, um im Ernstfall nicht nur mit den Kameraden aus dem eigenen Löschzug arbeiten zu können, so Bosch. „Bei einem heißen Sommer werden wir viele Einsätze fahren müssen. Und wenn man dann zu einem Großeinsatz in der Nachbarstadt gerufen wird, muss man in der Zusammenarbeit mit Fremden geübt sein. Für solche Proben ist das Gelände in Wesel einfach ideal.“
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