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Wesel: 150 Anträge zur Südumgehung

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 24.02.2012

Wesel (RP). Die Frist für Gegner und Befürworter der B 58-Südumgehung, sich im Planfeststellungsverfahren zu äußern, ist abgelaufen. 150 Einwendungen liegen vor. Gegner kündigen Klage an. Die RP sagt, wie es jetzt weitergeht.

Wenn die Südumgehung wie geplant gebaut wird, mündet sie in die Kreuzung Schermbecker Land-/Hagerstownstraße. Der Gartenkräuter-Betrieb (r.) wird der Straße weichen müssen. Ungeklärt ist, wie das Projekt hier weitergeht.  Foto:  Malz
Wenn die Südumgehung wie geplant gebaut wird, mündet sie in die Kreuzung Schermbecker Land-/Hagerstownstraße. Der Gartenkräuter-Betrieb (r.) wird der Straße weichen müssen. Ungeklärt ist, wie das Projekt hier weitergeht. Foto: Malz

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens der B 58-Südumgehung hatten die Weseler mehrere Wochen lang die Möglichkeit, im Rathaus bzw. bei der Bezirksregierung in Düsseldorf Forderungen und Wünsche im Zusammenhang mit dem Millionen-Projekt einzureichen.

Dabei meldeten sich nicht nur die Gegner lautstark zu Wort. Auch Befürworter, die auf Entlastung der Durchfahrtsstraßen hoffen, gaben ihre Zurückhaltung auf und pochten auf einen möglichst schnellen Baustart. Gut 70 Stellungnahmen – darunter auch eine Liste mit 233 Unterschriften von Anwohnern im Bereich Emmericher Landstraße, die für die Feldmark Lärmschutz fordern – sind bei der Stadtverwaltung eingegangen. Im Verkehrsdezernat der Bezirksregierung wurden gestern zudem 80 weitere gezählt.

Info

Großes Interesse

In den vergangenen sechs Wochen haben sich rund 600 Bürger für die im Rathaus-Anbau lange Zeit öffentlich gezeigten Pläne interessiert.

Mehrere direkt von der Südumgehung betroffene Bürger haben sich in dieser Zeit im Gespräch mit Verwaltungsmitarbeiter Gottfried Brandenburg über Details des Planfeststellungsverfahrens informiert.

Baustart völlig offen

Die Chancen auf einen zügigen Start der Bauarbeiten sind allerdings gering. Denn die Bürgerinitiative gegen die Südumgehung hat angekündigt, dass von der "Durchschneidung des Fusternbergs" betroffene Anlieger klagen werden, was Verzögerungen zur Folge hat.

Die nächsten Verfahrensschritte im Überblick:

Sichtung Sämtliche Stellungnahmen werden nun vom Verkehrsdezernat der Bezirksregierung gesichtet, zusammengefasst und an den Landesbetrieb Straßen NRW in Wesel weitergeleitet mit der Bitte, Gegenäußerungen zu formulieren. Eine Arbeit, die einige Monate in Anspruch nehmen wird. Ende dieses, Anfang nächsten Jahres legt Düsseldorf dann einen Erörterungstermin fest.

Erörterungstermin Bei diesem Termin können Einwender nochmals ihre Positionen darlegen. Auch die Stadt Wesel, die Anregungen und Änderungswünsche nach der Ratssitzung am 13. März an die Bezirksregierung schicken wird, soll dann gehört werden.

Erneute Offenlage Die modifizierten Planungsunterlagen werden nach Wesel geschickt, wo sie von allen Einwendern erneut in Augenschein genommen werden können. Erst jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Südumgehungsgegner vor dem Oberverwaltungsgericht klagen können.

Baubeginn Eine Prognose, wann die ersten Baumaschinen auf dem Fusternberg auftauchen werden, will man weder bei der Stadt noch bei Straßen NRW geben. Frühere Planungen sprechen vom Start Mitte 2013 und vier Jahren Bauzeit.

Ausbau Schermbecker Landstraße Mit der Südumgehung wird auch der Verkehr auf der Schermbecker Landstraße Richtung A 3 steigen. In der Diskussion ist ein vierspuriger Ausbau der B 58. Der Stadtentwicklungsausschuss befasst sich mit dem Thema am 7. März.

Quelle: RP/rl


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