Wesel: 180 Beamte für 38 Bahnhöfe in vier Kreisen
zuletzt aktualisiert: 21.04.2010Wesel (RPO). Für die Sicherheit auf der Schienenstrecke – also auch in den Zügen und vor allem auch in den Bahnhöfen ist die Bundespolizei zuständig. "Doch wenn akute Gefahr im Verzug ist, kommen wir natürlich raus" , sagte gestern Sabine Vetter, Sprecherin der Kreispolizeibehörde in Wesel. So geschah's auch am Abend des 30. März. Vier Minuten nach dem Notruf waren die Weseler Polizisten am Bahnhof, um dem brutal attackierten Kollegen der Bundespolizei beizustehen. Die Bundespolizei selber soll erst ca. 90 Minuten später vor Ort gewesen sein.
Weil die Kreispolizei Wesel den jungen Täter festgenommen hatte, der für sie seit Jahren alles andere als ein Unbekannter war, hat sie – obwohl formal nicht zuständig – die weiteren Ermittlungen übernommen. Das ist nachvollziehbar.
Eigentlich gehört der Bahnhof Wesel zum Distrikt der Bundespolizeiinspektion Kleve, eine von zehn in Nordrhein-Westfalen. Die Inspektion Kleve überwacht nach Angaben ihrer Sprecherin Christa Eberhard 38 Bahnhöfe und Haltepunkte in den Kreisen Wesel, Kleve inklusive Flughafen Weeze, Borken und Viersen. 180 Beamte würden regelmäßig "zu unterschiedliche Zeiten und in unterschiedlicher Stärke Streife fahren", so Eberhard. Dabei hätten die Kollegen "die ganze Palette von Straftaten" im Blick.
Die Beamten, nicht nur mit Polizei-, auch mit Grenzschutzvollmacht ausgestattet, würden zudem regelmäßig in Zügen auf der Strecke Emmerich Oberhausen mitfahren in Uniform, auch in Zivil. Hauptdelikt: illegale Migration.
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