Wesel: 2,9 Milliarden eingenommen
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 30.03.2009Wesel (RPO). Das Hauptzollamt Duisburg zählt zu den großen im Lande. Das machen allein die
Milliarden-Euro-Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchersteuern deutlich, die im vorigen Jahr eingenommen wurden.Klar strukturiert
Das Hauptzollamt Duisburg besteht aus sechs Sachgebieten.
Neben den Zöllen erhebt es auch die so genannten Verbrauchssteuern.
Auch die Kontrolle der Bestimmungen des Außenwirtschaftsrechts und der EG-Agrarmarkt-Ordnung sowie die Bekämpfung der Schwarzarbeit und die Beitreibung von Geldforderungen des Bundes und der Sozialversicherungen sind Aufgaben des Hautpzollamtes.
Nachgeordnet sind dem Hauptzollamt Duisburg die Zollämter in Ruhrort, Emmerich, Essen und Straelen-Autobahn.
Kreis Wesel Die wenigsten Duisburger werden wissen, wo das Hautpzollamt Duisburg seinen Sitz hat. Denn im Gebäude Köhnenstraße 5-11 in der Innenstadt wird eher hinter verschlossenen Türen gearbeitet als im Licht der Öffentlichkeit. Die mehr als 500 Mitarbeiter sind in der Stadt selbst sowie im Aufgabengebiet der Zollämter Emmerich, Essen und Straelen-Autobahn tätig. Ob dort an Grenzübergängen, in Häfen oder auch am Flughafen Weeze Laarbruch – überall sind sie anzutreffen, wo es für sie etwas zu tun gibt.
Hinter den fast drei Milliarden Euro Einnahmen aus den Tätigkeiten des vorigen Jahres verbergen sich beispielsweise die Steuern, die bei der Einfuhr von Energie, sprich Mineralöl, fällig werden. Ebenso muss Steuern zahlen, wer Produkte, die unter dem Sammelbegriff Brandwein fallen, nach Deutschland bringt. Ob durch Prüfung der bei der Einfuhr vorzulegenden Unterlagen oder/und durch unmittelbare Inaugenscheinnahme, die Kontrollen sind genau. Denn es geht, wie der hohe Einnahmebeitrag deutlich macht, um sehr viel Geld für den Staat.
Das Hauptzollamt in Duisburg schaut allerdings genau so genau hin, wenn es um Schwarzarbeit geht. Insgesamt 10 621 Beschäftigte wurden im vergangenen Jahr überprüft, dazu 7810 Arbeitgeber. In 4747 Fällen wurden später Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet und abgeschlossen. Wären die Zöllner nicht aktiv geworden, so wären dem Staat 18,9 Millionen Euro verloren gegangen.
Zu Unrecht gezahltes Kindergeld
Ein drittes Betätigungsfeld sind die so genannten Vollstreckungen. Bei der Menge der Fälle in Höhe von 204 115 spricht sogar Hauptzollamts-Pressesprecher Schiwon von einer "irrsinnig hohen Zahl". Die Mitarbeiter des Hauptzollamtes halfen beispielsweise, zu Unrecht gezahltes Arbeitslosengeld II oder Kindergeld zurückzufordern. Ebenso waren sie gegen säumige Zahler von Berufsgenossenschaften und Krankenkassen tätig. Und auch Bußgelder der Bundespolizei und der Wehrbereichsverwaltung trieben die Zöllner ein. Insgesamt trugen sie eine Summe in Höhe von 35,5 Millionen Euro zusammen. Den Bundesfinanzminister wird's freuen, denn die Einnahmen fließen in seine Kasse.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




