Schermbeck: Aktion schöner Schulhof
VON GERD HEIMING - zuletzt aktualisiert: 09.04.2008Schermbeck (RPO). Die Maximilian-Kolbe-Grundschule in Schermbeck braucht 50 000 Euro, um mehr Spielmöglichkeiten auf ihrem Gelände zu schaffen. Herzstück der geplanten Anlage ist eine Kletterburg. In Geschäften stehen Sammeldosen.
Lynn, Laura, Hanna, Dennis und Nico haben sich schon ausgemalt, wie schön der Schulhof der Maximilian-Kolbe-Schule werden soll. Ihre Bilder geben einen ersten Eindruck von dem, was entstehen soll: eine hölzerne Kletterburg mit drei Türmen, Rutschstangen und einer Wackelbrücke, eine Kletterwand, ein Balanciernetz, eine extra breite Rutsche, unter der ein Kriechtunnel verläuft, eine Spielschnecke in Form einer bemalten Halbkugel aus Beton zum Spielen und Ausruhen sowie eine Tischtennisplatte. All das steht auf dem Wunschzettel für ein ehrgeiziges Projekt, das die katholische Schermbecker Grundschule in längstens zwei bis drei Jahren verwirklichen möchte. „Nicht nur für unsere Schüler, sondern für alle Kinder im Ort, denn unser Gelände ist öffentlich zugänglich“, wie Rektor Willi Schmidt betont.
Kinder äußerten Wünsche
Handfeste Hilfe
Die Kolbe-Grundschule bittet nicht nur um Geld, sondern auch um Sachspenden. Gebraucht werden Sand, Beton, Röhren für Kriechtunnel und Felssteine. Wer seine Hilfe anbieten möchte, kann sich unter Tel. 02853 2383 melden.
Geldspenden werden erbeten auf die Konten Nr. 334 045 bei der Verbands-Sparkasse Wesel (BLZ 356 500 00) oder Nr. 117 711 500 bei der Volksbank Schermbeck (BLZ 400 693 63).
Die Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass die zusätzlichen Spielmöglichkeiten die Leistungen der Grundschüler nicht schmälern werden, im Gegenteil: „Bewegung an der frischen Luft fördert das Lernen“, sagen sie.
Der Wunsch, mehr Spielmöglichkeiten zu schaffen, besteht schon seit einigen Jahren. Jetzt bildeten Lehrer und Eltern einen Ausschuss, um die Sache nach vorn zu bringen. Basis aller Überlegungen war eine Befragung der Mädchen und Jungen, die sich mehr Möglichkeiten zum Klettern, Balancieren, Rutschen und Kriechen wünschten. Konrad Berger, Chef einer Firma für Gartengestaltung in Schermbeck, ließ die Vorschläge in einen maßstabgerechten Plan einfließen.
Die größte Hürde: Für die Umgestaltung des Schulhofs sind mindestens 50 000 Euro erforderlich. Da heißt es, kreativ zu sein. Die Kinder haben etliche Sammelbüchsen gebastelt, die jetzt in Schermbecker Geschäften aufgestellt werden. Für den 28. Mai ist ein Sponsorenlauf geplant. Bei der Beerdigung von Hans Stender, dem kürzlich verstorbenen Gründer des Blumenerdenwerks, wurde auf Bitten der Familie für das Projekt gesammelt. Dabei kamen stolze 6000 Euro zusammen. Barbara Stender, Ehefrau von Stenders Enkel Stephan, ist Vorsitzende der Schulpflegschaft.
Die Gemeinde hat angeboten, die Arbeiten mit Personal und Maschinen vom Bauhof zu unterstützen. Außerdem ist sie bereit, die Pflege der Anlage zu übernehmen. Geld aber gibt es keines aus der Gemeindekasse. Für den Aufbau der TÜV-geprüften Geräte sei die „Muskelhypothek“ der Eltern unverzichtbar, so Schmidt.
Er hofft, dass bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten begonnen werden kann. „Am liebsten mit der Kletterburg“, sagt der Rektor. Denn sie sei das Herzstück der Anlage (und macht die Hälfte der Gesamtkosten aus). Sollte alles optimal laufen, könnte der umgestaltete Schulhof vielleicht schon beim Schulfest im Mai 2009 eingeweiht werden. Dann sind neue schöne Bilder von Lynn, Laura, Hanna, Dennis und Nico zu erwarten.
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