Wesel: Alle sind für Unterführung Holzweg
zuletzt aktualisiert: 23.10.2008Wesel (RPO). Die Frage, ob nach der Schließung des Betuwe-Bahnübergangs in der Feldmark künftig eine Unterführung für Radler und Fußgänger nötig ist, wurde am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss heiß diskutiert.
Am Ende waren sich alle einig, dass an einer Unterführung kein Weg vorbei führe. „Ohne Unterführung würde die Feldmark zerschnitten durch die Betuwe. Das hätte Auswirkungen auf die Geschäfte und Ärzte“, gab Hanne Eckhard (SPD) zu bedenken. Die Unterführung für Pkw, Fußgänger und Radler am Hessenweg allein reiche nicht aus.
Auch Adalbert Gose (CDU) sprach sich vehement für eine Holzweg-Unterführung aus. „Wenn nur die Lösung am Hessenweg realisiert wird, bauen wir uns eine Autobahn und damit einen absolut unsicheren Schulweg für die Kinder aus dem Hanseviertel und Lackhausen.“ Ins Spiel brachte Gose auch die Idee, die Haltestelle am Holzweg zu belassen und nicht zum Hessenweg zu verlegen. „Das spart Geld, mit dem die Pläne am Holzweg finanziert werden könnten.“
Kritik von Frank Schulten (CDU) und Thomas Lemken (Grüne), dass die Verwaltung sich nicht klar für zwei Unterführungen ausspreche und zu sehr auf die Wünsche der Bahn eingehe, wies Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zurück. „Wir als Stadt wollen beide Unterführungen und versuchen in Gesprächen mit der Bahn, das Optimale für Wesel herauszuholen. Das gilt auch für den Lärmschutz an der Betuwelinie.“ Sie forderte die Ratsmitglieder auf, gemeinsam mit der Stadt an einem Strang zu ziehen.
CDU-Fraktionschef Rudi Spelmanns schlug zum Ende der Diskussion vor, „eine Fraktion Wesel zu bilden“, um dann der Bahn eine gemeinsam erarbeitete Forderung zu präsentieren.
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