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Wesel: Am Bahnhof wird fleißig gebaut

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 13.08.2010

Wesel (RPO). Licht und Schatten beim Projekt "Neuer Bahnhof Wesel": Umstrittene Vorplatz-Umgestaltung hat begonnen, Fahrradstation ist fast fertig. Aber: Caritas wartet noch immer auf grünes Licht für Umbau der Hotelruine.

Die marode Natursteinmauer am "Ölberg" wird im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes komplett erneuert. Die Arbeiten werden zwei bis drei Monate dauern.   Foto: RPO
Die marode Natursteinmauer am "Ölberg" wird im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes komplett erneuert. Die Arbeiten werden zwei bis drei Monate dauern. Foto: RPO

Die Modernisierung des Weseler Bahnhofs inklusive seines Umfelds schreitet weiter voran. Wie berichtet, haben am Mittwoch die Arbeiten für die Modernisierung des Vorplatzes einschließlich "Ölberg" begonnen. So gut wie fertig ist auch die Radstation am Schotterparkplatz, die am 13. September Eröffnung feiert.

Aber: Noch unklar ist, wann die Caritas mit dem Umbau der Hotelruine zum Pflegezentrum starten kann, in dem auch die seit Jahren schmerzlich vermisste öffentliche Toilette eingerichtet werden soll. Die RP gibt einen Überblick über alle mit der Bahnhofsumgestaltung zusammenhängenden Projekte.

Info

Videoanlage ab Herbst

Um im Bahnhof für mehr Sicherheit und weniger Vandalismus zu sorgen, will die Bahn "irgendwann im Herbst" zwölf Kameras installieren. Kosten: 78 000 Euro. Der VRR übernimmt 60 000 Euro, den Rest trägt die Stadt.

Vorplatzumgestaltung: Zwei bis drei Monate werden die Mitarbeiter der Münsteraner Gartenbaufirma Könning mit Pflanz- und Umbauarbeiten beschäftigt sein. Für 250  000 Euro (70 Prozent Landesmittel) werden unter anderem Bäume entlang des Rings gepflanzt, die marode Natursteinmauer am Ölberg erneuert und neue Sitzbänke montiert. Statt der ursprünglich geplanten Hinweisschilder, wird eine Skulptur auf die neue Radstation, die gut 200 Schritte vom Bahnhofsgebäude entfernt liegt, hinweisen. Das Objekt wird derzeit gestaltet vom Leiter der in Lühlerheim beheimateten Künstlergruppe Nebelhorn (Schermbeck-Weselerwald), Raúl Avellaneda. Hilfe erhält er von psychisch behinderten Mitarbeitern des Vereins Spix – dem Betreiber der Radstation.

Igor Knaus ist damit beschäftigt, die Halter in den 30 blickdichten Boxen der neuen Radstation am Bahnhof zu montieren. Am 13. September öffnet die vom Verein Spix betriebene Station, in der auch Bio-Kaffee und -Brötchen verkauft werden. Foto: RPO

Radstation So gut wie fertig ist die neue Radstation mit 168 Stellplätzen. 30 Räder können in blickdichten Boxen verstaut werden. Montag, 13. September, startet der Betrieb am 5.30 Uhr mit dem Verkauf von fair gehandeltem Bio-Kaffee und belegten Bio-Brötchen. Um 8 Uhr öffnet die Fahrradreparaturwerkstatt. Unter Anleitung eines Küchenmeisters und eines Zweiradmechanikers werden zwölf Menschen mit psychischen Behinderungen in Küche und Werkstatt tätig sein. Die Stadt, die das ehemalige Bahnhofsgebäude für 250 000 Euro umgebaut hat (knapp 200 000 Euro Fördermittel kamen aus Düsseldorf), hat mit Spix einen Zehn-Jahres-Mietvertrag abgeschlossen. Spix selbst investiert in die Ausstattung 36 000 Euro. Das Geld wird vom Landschaftsverband erstattet.

Hotelruine Die Caritas hat vor gut zwei Monaten einen Bauantrag gestellt, um aus dem ehemaligen Bahnhofshotel ein Altenhilfezentrum zu machen. Doch weil im Rahmen des Verfahrens unter anderem noch die Stellungnahme des Eisenbahnbundesamt aussteht, verzögert sich der Baustart weiter.

Im Rathaus geht man davon aus, dass man der Caritas im Herbst grünes Licht geben kann. Die Umbauphase beträgt gut neun Monate.

Strassenbauarbeiten Die Straße neben dem Ölberg (Franz-Etzel-Platz) wird nach dem Umbau der Ruine für 160 000 Euro (70 Prozent Fördermittel) erneuert. 2011 wird der zweite Bauabschnitt Friedenstraße in Angriff genommen. Südlich der P+R-Fläche werden 18 zusätzliche Parkplätze entstehen. Unklar ist, was aus dem Schotterparkplatz wird. Von Umbau ist keine Rede mehr.

Quelle: RP

 
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