Wesel: AVG-Schüler gedenken Judith
zuletzt aktualisiert: 21.03.2009Wesel (RPO). Während einer Gedenkminute erinnerten sich gestern die Kinder und Jugendlichen des AVG an ihre verstorbene Mitschülerin Judith Spiller. Auch zwei Tage nach der Todesnachricht ist die Trauer der Klassenkameraden und Lehrer groß. Rektor Jürgen Berner wandte sich gestern per Brief an Eltern und Schüler. "Wir sind alle sehr traurig und im Augenblick ist in der Schule natürlich nichts wie sonst", so Berner. "Dennoch will und muss die Schule versuchen, ihren Schülern dabei zu helfen, dieses unbegreifliche Geschehen zu verarbeiten."
Ein Team aus Notfallseelsorgern, Schulpsychologen und Lehrern kümmerte sich auch gestern um die Klassenkameraden von Judith. Diese richteten eine Gedenkstätte für die Verstorbene in der Schule ein. Ein Foto, das Blumen, eine Kerze und ein Bild von Judith zeigt, ist auf der Schul-Homepage zu sehen. Im Willibrordi-Dom können Trauernde zudem Kerzen am Lichterbaum anzünden. Am 1. April soll es um 8 Uhr einen ökumenischen Gedenkgottesdienst geben, den Schüler des AVG gestalten werden.
Tod durch Ertrinken
Seit gestern steht zu 100 Prozent fest, dass es sich bei der am Mittwoch in der Ijssel gefundenen Toten um Judith handelt. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass kein Gewaltverbrechen vorliegt. Der Tod trat durch Ertrinken ein. Laut Polizei Wesel stimmt die Liegezeit des Leichnams im Wasser mit dem Zeitpunkt von Judiths Verschwindens am 9. Februar überein. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete weitere histologische Untersuchungen an, die das Obduktionsergebnis untermauern sollen.
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