Wesel: Barrierefreiheit lockt Mieter
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 05.06.2007Wesel (RPO). Allgemeiner Spar- und Bauverein verzeichnet positives Geschäftsjahr 2006 – Mehr Umsatz und Gewinn – Großes Interesse an Neubauprojekten an der Issel- und Kolpingstraße mit je 45 Wohnungen – Kaum Leerstände
Der Allgemeine Spar- und Bauverein blickte gestern während seiner Mitgliederversammlung in der Gaststätte Leo’s auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl die Wohnungsbaugenossenschaft im vergangenen Jahr 26 Wohnungen aus dem Bestand genommen hat (aktuell: 856, davon 678 in Wesel), sind die Umsatzerlöse um rund 55 000 Euro und der Jahresüberschuss gar um 242 000 auf 588 000 Euro gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich 2006 um 1,1 Millionen auf 15,09 Millionen Euro. Einschließlich der modernisierungsbedingten Leerstände verzeichnete der Bauverein im abgelaufenen Jahr einen Leerstand von 0,9 Prozent (2005: 1 Prozent). Damit, so Geschäftsführer Johannes Hußmann, stehe man im Vergleich der für NRW festgestellten Leerstände von 3,8 Prozent sehr gut da.
Zahlen und Fakten
856 Wohnungen gehören der Wohnungsbaugenossenschaft aktuell, 678 in Wesel, der Rest in Hamminkeln, Rees und Bocholt.
42 Wohnungen erhielten 2006 einen Vollwärmeschutz.
8 Mitarbeiter sind beim Bauverein beschäftigt.
Kellerwände stehen schon
Besonders groß war das Interesse bei der Mitgliederversammlung an den Neubauvorhaben an der Issel- und der Kolpingstraße. Während an der Kolpingstraße die ersten Bagger im Frühsommer anrollen sollen, sind die Bauarbeiter an der Isselstraße schon seit Wochen aktiv, die Kellerwände bereits hochgezogen. In genau zwölf Monaten sollen die 46- bis 93 Quadratmeter großen Wohnungen bezugsfertig sein.
Hußmann erklärte, dass es bereits für die Hälfte aller Wohnungen konkrete Anfragen gebe. Da für den Bau des 6,5 Millionen teuren Projekts keine öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden, soll sich der Mietpreis bei etwa sieben Euro pro Quadratmeter bewegen. Ebenfalls 6,5 Millionen werden an der Kolpingstraße investiert. Ende 2008 sollen dort 45 barrierefreie Wohnungen fertig sein. Die Nachfrage sei gut, so Hußmann. Mit diesen beiden Projekten trägt der Bauverein der veränderten Bevölkerungsstruktur Rechnung. Denn bis 2020, so Hußmann, werde die durchschnittliche Haushaltsgröße weiter abnehmen, wobei der Anteil der Mieter über 50 in diesem Zeitraum deutlich um 21 Prozent steigen könnte.
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