Hamminkeln: Baustellen-Boom im Dorf
VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 03.03.2009Hamminkeln (RPO). Hamminkeln investiert kräftig in zentrale Infrastruktur: An der Güterstraße geht's mit dem Radweg voran. Freude über Zuschuss für P & R-Anlage. Bau des Kreisels soll ausgeschrieben werden. Fortschritt an Diersfordter Straße.
Väterchen Frost ist auf dem Rückzug: Das nutzen die Tiefbauer zum Vormarsch und wühlen das Dorf an mehreren Stellen auf: sichtbarer Beleg reger Investitionstätigkeit der Stadt. Und das ohne einen Cent aus dem bürokratisch versiegelten Konjunkturpaket II.
Baustelle I Güterstraße: Hier ist der lange kontrovers diskutierte Radweg im Bau. Start war von Aldi-Seite. Das rote Pflaster nähert sich nun dem Bahnhof. Gegenüber der Tennishalle, wo die Parkplätze bereits aufgehoben sind, deutet sich schon die Park & Ride-Anlage an. Da gibt's für Kämmerin Kischka frohe Kunde, wie Geschäftsführer Hans-Georg Haupt dem Ausschuss des städtischen Eigenbetriebs mitteilt. Der dürfte sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 11. März, über eine Förderzusage in Höhe von 125 000 Euro für den Bahnhofsparkplatz freuen, der mit rund 153 000 Euro kalkuliert ist. Der Zuschuss mindert den Anlieger-Beitrag für den Rückbau der Güterstraße im Übrigen nicht. "Die P & R-Anlage war nie Teil der umlagefähigen Kosten", so Haupt. Gesamtkosten für den Umbau: knappe 500 000 Euro.
Stadt als Vermieter
Nachdem der Rat die Freigabe der 190 000 Euro für die Grundsanierung der städtischen Mietwohnungen an der Sachsenstraße und am Postweg in Dingden abgelehnt hat, schlägt der Eigenbetrieb nun den Verkauf der drei Blocks vor, die noch vom Amt Dingden, also vor der Neuordnung errichtet worden waren.
Während sich die dringend erforderliche Investition für die Stadt nicht rechne, hätten private Investoren andere Möglichkeiten der Kalkulation, so die Überlegung.
18 plus 32 für Pendler
Mit dem Geld sollen 18 Pkw-Stellplätze für Pendler, die hier den Zug "Der Bocholter" besteigen, und eine überdachte Stellmöglichkeit für 32 Fahrräder entstehen. "Allein damit dürfte der Bahnhof erheblich aufgewertet werden", sagte Chef-Techniker Haupt. Das erforderliche Grundstück hatte er sich bereits vor geraumer Zeit von der Bahn AG gesichert.
Baustelle II Kreisverkehr: Hier schlägt die Verwaltung der Politik vor, ein Signal zu setzen. "Wir wollen bauen", sagte Haupt gestern im RP-Gespräch. Und das obwohl die Zusage von Straßen NRW über eine Kostenbeteiligung in Höhe der für eine Ampel (75 000 Euro) vertraglich noch nicht abgesichert ist. Um nicht weitere Zeit zu verlieren, schlägt Haupt dem Betriebsausschuss vor, den Auftrag für den Bau des Kreisels am Feuerwehrgerätehaus Daßhorst auszuschreiben. Das Grundstück (520 Quadratmetzer) ist im Besitz der Stadt, auch die anderen Hausaufgaben sind erledigt. Hauptbauzeit solle in den großen Ferien sein. Das Projekt ist mit 525 000 Euro kalkuliert. Es werden keine weiteren Zuschüsse als die Ampel-Beteiligung von Straßen NRW erwartet.
Baustelle III Diersfordter Straße: Hier ist der Gehweg für das neue Stück hinterm Kindergarten Arche Noah bereits fertig, auch die Fahrbahndecke kann in Kürze drauf. Dann geht's vorm Kindergarten über die Roßmühle weiter Richtung Süden. Hier wird der rot gepflasterte Gehweg auf der Ostseite der alten Diersfordter Straße geführt, die eine neue Fahrbahndecke erhält. Die Bankette nach Westen werden mit Randsteinen abgetrennt. Kosten: rund 330 000 Euro.
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