Wesel: „Die Krone der Schöpfung“
VON INES KLEPKA - zuletzt aktualisiert: 07.03.2007Wesel (RPO). Die Weseler Schülerin Lisa Bauer bringt ihren ersten Roman heraus. Darin wendet sie sich gegen Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Unterstützt wurde sie von ihren Eltern und ihrer besten Freundin.
„Im Mittelpunkt steht die Botschaft. Es geht mir nicht darum, Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Das klärt Lisa Bauer ganz schnell. Mit ihrem Roman „Die Krone der Schöpfung“ will die 17-Jährige Weselerin Kritik üben an der „egoistischen Einstellung und Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber der Umwelt“. In Zeiten des Klimawandels und seiner Konsequenzen ein hochaktuelles Thema.
Ein Jahr saß die Schülerin des KDG an ihrem Erstling. Im Alter von 14 Jahren begann sie, setzte sich jeden Tag an ihren Computer und schrieb, was sie bewegte. Dabei war sie vor allem nachtaktiv: „Ich habe alles in der Dunkelheit geschrieben. Im Kerzenschein.“ Und obwohl in diesem einen Jahr die Schule hintan stand, haben ihre Eltern sie unterstützt: „Sie haben das immer bejaht, mir bei der Veröffentlichung und bei der Werbekampagne geholfen. Da war vielleicht ein bisschen elterlicher Stolz im Spiel“, sagt die Tochter von Klaus Bauer, Diakon an der ev. Kirche am Lauerhaas.
Der Roman
Lisa Bauers Roman „Die Krone der Schöpfung“ erscheint als Taschenbuch im Wagner Verlag, Gelnhausen, und umfasst 365 Seiten. Auflage: 1000 Exemplare.
Der Roman kostet 14,90 Euro und ist unter anderem in den Weseler Buchhandlungen Gebauer und Dambeck erhältlich.
Happy-End?
Natürlich waren ihre Eltern auch unter den ersten Lesern, genauso wie ihre beste Freundin. Aus dem Kreis der frühen Kritiker stammt auch der Vorschlag für den Titel, so Lisa: „Damit habe ich mich ziemlich schwer getan. Aber alle Erstleser haben unabhängig voneinander dasselbe vorgeschlagen.“ So erhielt das Buch seinen Namen.
Dabei dreht sich alles um zwei Jugendliche, für die das ganze Leben grau erscheint. Erst als die beiden sich finden und merken, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind, beginnen sie aufzuleben. Sie begeben sich in eine andere Welt, wo Menschen rücksichtsvoller sind, die Schönheit der Natur zu schätzen wissen. Daraus schöpfen die beiden Kraft, ihre Mitmenschen zur Umkehr zu bewegen. Wie das Ende aussieht, das verrät die Autorin nicht: „Ob es ein Happy-End ist, das ist Ansichtssache.“
Natürlich wurde die junge Autorin auch beeinflusst: von Vorbildern wie den Geschwistern Scholl, von Schriftstellerin Cornelia Funke. Doch sie hat vor allem ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken einfließen lassen. „Meine Freundin hat gesagt: ,Durch und durch Lisa’.“
Später will sie nebenberuflich weiter schreiben, in der Entwicklungshilfe oder im Umweltschutz arbeiten. „Ich brauche etwas, wofür ich einstehen kann“, das weiß sie schon jetzt. Bis dahin ist aber Zeit. Das Manuskript für ihren zweiten Roman liegt aber schon fertig in der Schublade. Über den Inhalt schweigt Lisa sich noch aus.
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