Hamminkeln: „Heiß auf Spargel“
zuletzt aktualisiert: 12.04.2007Hamminkeln (RPO). Die Saison hat früh begonnen
Das „weiße Gold“ ist da, die Spargelernte hat begonnen. So auch bei Peter Bielefeld, dessen Hof an der Straße Zum Tobler in Dingden liegt. Er baut das Gemüse seit 1986 an. Mit ihm sprach RP-Redakteur Gerd Heiming.
Wann haben Sie den ersten Spargel geerntet?
Bielefeld Am 28. März. Da gab es den ersten Spargel, der im geschützten Tunnel herangewachsen ist. Wir sind in diesem Jahr früh dabei, die Ernte hat mindestens zwei Wochen eher als 2006 begonnen.
Woran liegt das?
Bielefeld Der Winter war sehr mild, so dass der Boden nicht richtig durchgekühlt ist. Außerdem war das Wetter in den letzten Wochen angenehm. Wir hatten meist zehn bis 15 Grad, an manchen Tagen im März sogar fast 20. Das ist gut fürs Spargel-Wachstum.
Wie oft stechen Sie?
Bielefeld Derzeit an jedem zweiten Tag. Wir fangen jetzt auch an, den Spargel unter Vlies und Folie zu ernten.
Wie viele Kräfte sind bei Ihnen im Einsatz?
Bielefeld Zwölf polnische Erntehelfer.
Es sollten doch vermehrt deutsche Arbeitslose auf die Felder, fordert die Politik.
Bielefeld Das ist ein leidiges Thema. Meine Erfahrung ist: Man findet keine deutschen Arbeitslosen für diese Aufgabe. Die Polen sind zuverlässig und wissen, was sie zu tun haben. Bei mir stechen bewährte Kräfte, einige kommen schon seit Jahren zu uns.
Wie läuft der Verkauf?
Bielefeld Sehr gut. Im Moment sind die Leute heiß auf Spargel. Wir verkaufen den Spargel in unserem Hofladen. Den managt meine 15-jährige Tochter Carina, weil meine Frau krankheitsbedingt leider ausgefallen ist.
Was kostet der Spargel?
Bielefeld Mit derzeit 9,80 Euro je Kilo ist der Preis noch recht hoch, weil die Ernte gerade erst begonnen hat. Die Tunnelware ist immer die teuerste.
Kommt bei Ihnen die Schälmaschine zum Einsatz?
Bielefeld Etwa die Hälfte unserer Kunden nutzt das Angebot gegen einen kleinen Aufpreis, darunter alle Gastronomen, die wir beliefern.
Was bauen Sie auf Ihrem Hof sonst noch an?
Bielefeld Auf 25 Hektar Möhren, vor allem Speisemöhren und in geringen Mengen auch Futtermöhren. Da geht die Saison aber jetzt zu Ende. Im Juni kommen dann die Erdbeeren an die Reihe.
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