Hamminkeln: „Politik muss Landarzt helfen“
VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Hamminkeln (RPO). Kritik an CDU-Kritik: Rainer Hecheltjen (FDP) will dem Brüner Mediziner Andre Terhorst gratis ein städtisches Grundstück für eine neue Praxis zur Verfügung stellen. Auch Heinz Tittmann (CDU) sieht die Verwaltung gefordert.
Die ärztliche Versorgung in Hamminkeln bleibt ein Thema, das viele Gemüter bewegt. Die mehr oder weniger offene Kritik beim CDU-Ortsverband Brünen an dem Mediziner Andre Terhorst hat gestern deutlichen Widerspruch hervorgerufen. Während maßgebliche Brüner CDU-Größen vornehmlich den Arzt in der Pflicht sehen, die Beschwernisse in der inzwischen viel zu kleinen Praxis zu beheben, haben zwei namhafte Männer unabhängig voneinander Verwaltung und Politik aufgefordert, alles zu tun, um die Praxis am Standort Brünen zu erhalten.
Der eine, FDP-Fraktionschef Rainer Hecheljten, ist sogar bereit, dem Arzt, „der bei seinen Patienten fachlich und menschlich einen ausgezeichneten Ruf genießt“, gratis ein städtisches Grundstück für einen Praxis-Neubau zur Verfügung zu stellen. Auch Heinrich Tittmann, Vorständler der CDU-Seniorenunion, brachte sein Unverständnis über die Äußerungen der Brüner Parteifreunde zum Ausdruck.
Öffnungszeiten
Der Weihnachtsmarkt findet am Samstag, 29. November (1. Advent), von 10 bis 19 Uhr statt. So lange sind auch die Geschäfte geöffnet.
Das Weihnachtsdorf am Rathaus kann vom 5. bis 21. Dezember immer freitags und samstags besucht werden.
Die Schermbecker Geschäfte sind laut Werbegemeinschaft an den Samstagen 6. und 13. Dezember bis 16 Uhr und am 20. Dezember (4. Advent) bis 18 Uhr geöffnet.
„Bedeutsam wie ein Kindergarten“
„Eine Arztpraxis ist für Brünen eine ebenso bedeutsame Infrastruktur-Einrichtung wie ein Kindergarten oder eine Grundschule“, sagte Hecheltjen. „Es ist daher an der Zeit, dass insbesondere die Politik ihre bislang passive Rolle aufgibt und im Sinne der Standortsicherung unterstützend eingreift“, so der Liberale. Er sieht durchaus die Gefahr, dass für Brünen die ortsnahe medizinische Versorgung auf dem Spiel steht. „Ein Abzug der Praxis wäre für das Dorf eine Katastrophe“, so Hecheltjen. Er sei bereit, dem Arzt Hilfestellung zu leisten, auch wenn’s die Stadt was kostet.
Ähnlich argumentiert Heinz Tittmann aus Hamminkeln, der schon bei der jüngsten Kaffeetafel der Seniorenunion dafür gestritten hat, die Bürgerbuslinie nach Brünen zu verlängern. „Die Stadt muss dem Arzt zumindest planungs- und baurechtlich alle Hürden aus dem Weg räumen“, so Tittmann. „Das ist Wirtschaftsförderung, wie man sie auch Firmen angedeihen lässt.“ Er erinnert daran, dass einst Familien den Weg geebnet hätten, dass ein Arzt aufs Land nach Hamminkeln kam. Sie bauten das Ärztehaus an der Molkereistraße 10, in dem nach Dr. Hückel jahrzehntelang Dr. Rehorn praktiziert habe. So gesehen, hat es durchaus Tradition, Ärzten die Entscheidung fürs Land etwas leichter zu machen.
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