Wesel: Beste Adresse
VON GERD HEIMING - zuletzt aktualisiert: 25.10.2008Wesel (RPO). Schönes Ambiente, prima Akustik: Der renovierte Saal im Lutherhaus ist zu einem beliebten Veranstaltungsort geworden. Dort finden Konzerte, Empfänge und private Feiern statt. Vermieter ist der Evangelische Kirchenkreis.
Der rote Teppich für Besucher ist dauerhaft ausgerollt. Über den weichen Belag in kräftigem Ton führt die Treppe in die erste Etage. Dort spiegelt sich der rote Linoleum-Boden an der weißen Decke und versetzt sie in zartes Rosa. Das harmoniert mit den messingfarbenen Leuchtern, die ein Schmuckstück in warmes Licht tauchen: Der renovierte Saal des Lutherhauses ist gut zwei Jahre nach seiner Eröffnung zu einem beliebten Veranstaltungsort mit einem stimmigen Ambiente geworden. Vor allem Musikliebhaber preisen ihn wegen seiner hervorragenden Akustik.
Zuletzt kündete davon ein gemeinsames Konzert der Fusternberger Sänger, des Weseler Frauenchors 1977 und des Vokal-Ensembles „Kaktusblüten“. Auch der Männergesangverein Lackhausen, der Männerchor Wesel 1946, der Frauenchor Wesel 68 und das Blasorchester Bislich ließen im Luthersaal aufhorchen.
Die Preise
Es gelten folgende Mietsätze für den Saal: Empfänge und Vorträge 300 Euro, Familienfeiern 250 Euro. Die zusätzliche Nutzung der Empore schlägt mit 80 Euro zu Buche. Wer auch die Küche braucht, muss dafür 25 Euro zahlen. Für den Hausmeister-Dienst kommen 30 Euro hinzu. Die Reinigung ist im Preis inbegriffen.
Mit dem Mieter schließt der Kirchenkreis einen Vertrag.
Kontakt Tel. 0281 15635 (Hamann)
Dort haben seit der Wiedereröffnung im August 2006 rund 70 Veranstaltungen stattgefunden. Die Rotarier waren da, die Verbands-Sparkasse, die Ruder- und Tennisgesellschaft, die Eine-Welt-Gruppe und auch die Stadt, die vor einem Jahr ein großes Hansemahl ausrichtete. Natürlich nutzt auch der Evangelische Kirchenkreis als Vermieter den Raum – für Gold-Konfirmationen, Adventsfeiern und Treffen der Kreissynode, die wieder am 7. und 8. November dort tagt.
„Es wäre noch mehr drin“
„Wir bekommen viel Lob für den Saal, aber mit etwa Werbung wäre sicher noch mehr drin“, sagt Verwaltungsleiterin Dorothea Störmer. So gebe es recht selten private Feiern. „Vielen ist der Saal zu groß“, weiß Verwaltungs-Angestellte Ulrike Hamann, zuständig für die Vermietung. Bis zu 200 Personen haben an Tischen Platz, 436 Stühle stehen im Lager. Für die Aufstellung sorgt Traute Löw, Hausmeisterin im Lutherhaus. Sie kümmert sich auch um den Schlüsseldienst.
Wer mietet, muss für Essen und Trinken selbst sorgen. Platz für ein Büfett ist in den Nischen unter der Empore. Die Küche (große Kaffeemaschine, Mikrowelle, Spülmaschine, zwei Kühlschränke) kann genutzt werden, Geschirr ist da.
Die Vermietung kann kurzfristig erfolgen. Für 2009 hat Ulrike Hamann bereits erste Buchungen vermerkt. Die Evangelische Allianz kommt, außerdem der Kabarettist Okko Herlyn. Auch eine Veranstaltung zu Martin Luther King steht auf dem Programm. Für Vortragsveranstaltungen wird der Saal noch mit einem Beamer ausgerüstet, eine Leinwand ist schon installiert. Für die hohen hölzernen Bogen-Fenster im Saal sind Samtvorhänge bestellt – natürlich in Rot. Diese Fareb hat sogar die Aufzugstür – für alle, die den Weg hinauf über den roten Teppich scheuen.
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