Wesel: Betuwe-Antwort des Ministers erzürnt
zuletzt aktualisiert: 25.04.2009Wesel (RPO). Für reichlich Ärger sorgte Freitag in Wesel ein Schreiben von Lutz Lienenkämper (CDU). Der NRW-Verkehrsminister antwortete auf die Betuwe-Resolution des Rates und benutzte dabei ein paar Formulierungen, die ihm in der Stadt gleich den Vorwurf der absoluten Unkenntnis einhandelten.
Bürgermeisterin Ulrike Westkamp reagierte "entsetzt" und bezeichnete die Antwort als nicht akzeptabel. "Enttäuscht" zeigte sich Ludger Hovest (SPD), Friedrich Eifert (FDP) fand den Brief schlicht "unverständlich" und fühlt sich "zu sportlichen Höchstleistungen herausgefordert".
Denn Lienenkämper sieht die Aufgabe, einen "Kompromiss" anzustreben. "Kompromisslos das Beste für die Menschen" fordert indes Hovest von der Bahn an der Ausbaustrecke ein. Dass der Minister "negative Einzelaspekte" sieht, erzürnt gleichfalls die Kritiker, gehe es doch eindeutig um die gesamte Region von Emmerich bis Oberhausen. "Heutiger Stand der Technik" ist ihnen ein weiteres Reizwort. Wie zum Beispiel Eifert ausführte, geht es beim Lärmschutz um Dinge, die heute zwar möglich, aus Kostengründen aber möglicherweise von der Bahn nicht gemacht werden. Auch fand der Liberale in dem Brief "kein Wort zum Thema Sicherheit" und sprach von "Unerfahrenheit" des Ministers.
Beim Wunsch nach einer Troglage vom Bahnhof bis nach Blumenkamp ging Hovest ins Detail und sagte, dass die Brücke Emmericher Straße wegen des dritten Gleises ohnehin angepackt werden müsse. Wie Eifert sieht er die Bahn in der Pflicht, viel mehr als das gesetzlich Nötige zu tun, weil sie mit dem Ausbau für den Gütertransport hunderte Millionen verdienen und für Jahrzehnte die Region belasten werde. www.rp-online.de/wesel
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