Hamminkeln: Betuwe: Lärmschutz wie die Berliner Mauer
zuletzt aktualisiert: 03.05.2008Hamminkeln (RPO). Die bis zu vier Meter hohe Lärmschutzwand, die zu beiden Seiten der Betuwe-Linie gebaut werden soll, hätte „fatale Auswirkungen auf Handel, Handwerk und Gewerbe“, sagt Kaufmann Sven Komp, der einen Lebensmittel-Markt in Mehrhoog betreibt.
Auf einer Fotomontage für den dortigen Gewerbestammtisch hat er den Übergang auf der Bahnhofstraße mitten im Ort mal mit einem Schallschutz-Bollwerk versehen und kommt zu dem Fazit: „Erinnert irgendwie an die Berliner Mauer.“
Für die Vertretung der Mehrhooger Kaufmannschaft forderte Michael Möllenbeck gestern eine Troglage für die Bahnstrecke. Technisch sei das möglich. Die Mehrkosten von 150 Millionen Euro müsse die Bürger nicht interessieren. Möllenbeck: „Das hätten sich die Planer eher überlegen müssen.“
„Erschrocken“ sei er über die Resignation, die er den Worten von Gert Bork entnommen habe. Der Vorsitzende der Weseler Bürgerinitiative „Betuwe – So Nicht!“ hatte zum Bau der Lärmschutzwand gesagt: „Das wird nicht schön.“ Man müsse das Beste daraus machen. Möllenbeck rief die Bürger dazu auf, sich vehement gegen die Pläne zu wehren. (siehe auch Meinung & Hintergrund, Seite B 5)
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